„Es ist unfassbar 250.000 Menschen auf der Straße zu sehen“ – Alon Ishay zu Israel | Gedenkmarsch zum Genozid Srebrenica

Podcast
VON UNTEN – Das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki
  • 23_07_26_Meldungen
    29:40
audio
26:26 Min.
No Hope No Fear | 1 Jahr ohne Strom und Warmwasser
audio
29:59 Min.
Rechtsextremer Aufmarsch an der Uni Wien | Trans Day of Rememberance
audio
29:59 Min.
„Ich hab keinen Namen, sondern nur eine Nummer hier, es ist schrecklich“ – Haftbedingungen für Migrant:innen in Medved'ov
audio
30:01 Min.
Tag der Putzkraft | Die Uno als Akteur für den Frieden?
audio
27:29 Min.
InTaKT Festival 2023 | Fest der Migrant:innenvereine
audio
30:00 Min.
„Sie behandeln uns wie Hunde“ – Grauenhafte Zustände in Lager für Geflüchtete in der Slowakei
audio
28:24 Min.
Eröffnung Freiraumfest | Wohnpolitik in Graz | Eröffnung Skateplatz “Goschpark”
audio
29:50 Min.
Plant Based Universities | Graz ohne fossile Werbung | Zuhör-Kiosk in Hamburg
audio
29:49 Min.
„Auf1 soll nicht in Deutschland senden“ | „Das Vertrauen in die Demokratie sinkt“
audio
28:06 Min.
Seawatch Streetart Festival in Berlin | How To Queer A Radio

Für die heutige Sendung haben wir Trailor von FSK in Hamburg und Kio von Radio Blau in Leipzig zu Besuch! Wir werden gemeinsam die Sendung moderieren. Trailor gestaltet den Podcast Quarantimes für FSK und Kio koordiniert den Resonanzraum bei Radio Blau.

Proteste gegen die Justizreform in Israel
Seit Monaten organisieren sich immer mehr Menschen in ganz Israel gegen die Justizreform der rechtsextremen Regierung Benjamin Netanjahus. Die Macht der Judikative soll in breiten Teilen ausgehebelt werden, dafür soll die Exekutive mehr Macht bekommen. Die stark umstrittene Reform hat in den letzten Wochen für Massenproteste gesorgt, wurde jedoch einstimmig am 24. Juli beschlossen.

Die Jüdische Hochschülerschaft Wien war von 16. bis 24. Juli in Israel und hat die Entwicklungen direkt vor Ort mitverfolgt. Wir haben mit Alon Ishay über die nun beschlossene Reform, weitere Forderungen der Protestbewegung, die Rolle der Armee und noch weitere Themen gesprochen.

Alon Ishay ist Vizepräsident der Jüdischen Hochschülerschaft in Wien.

Foto: Bini Guttmann

Erster Friedens- und Gedenkmarsch zum Genozid in Srebrenica
Gedenk- und Erinnerungkultur verbinden die meisten Menschen in Österreich mit der Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus. Aber wie sieht es mit anderen Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus? Wie sieht es aus, wenn man nicht Täter*in, sondern Opfer ist? Diese Frage stellen sich viele Bosnier*innen inner- und außerhalb Bosnien und Herzegowinas. Vom 11. bis zum 19. Juli 1995 töteten Soldaten der Armee der Republika Srpska unter der Führung von Ratko Mladić, die Polizei und Paramilitärs mehr als 8000 Zivilist*innen. Dies geschah unter aktivem Wegsehen der Weltbevölkerung und insbesondere der niederländischen Blauhelmsoldat*innen, die Schutz hätten gewährleisten sollen. Das Massaker wird als Genozid eingeordnet und gilt als das größte Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Europa seit Ende des zweiten Weltkriegs.
VON UNTEN war am 11. Juli in Graz auf dem ersten Friedens- und Gedenkmarsch für die Opfer des Völkermords dabei und hat mit der Organisatorin über Gedenkkultur der Bosniak*innen gesprochen.

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar