Was bleibt von den „Verteidigern Europas“?

Podcast
FROzine
  • 2016.11.08_1800.10-1900.00__Frozine
    58:49
audio
40:33 Min.
Fairteiler und Schöne neue Öffentlichkeit
audio
45:29 Min.
30 Jahre Verein PIA & Gesetz zu digitaler Gewalt
audio
46:37 Min.
HOSI Schulworkshops & Beaver Dam Analog
audio
53:06 Min.
Gewaltambulanz gehört ausgebaut
audio
59:40 Min.
Club of Rome Austria/Genderbias am österreichischen Arbeitsmarkt/Kongress der Utopien in Quedlinburg
audio
22:54 Min.
Ein Hebel reicht nicht: Wie ein gutes Leben für alle gelingen kann (Beitrag)
audio
50:45 Min.
B37 und "Die Toten von Lambach"
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Dürre im Sommer
audio
54:00 Min.
Bürger*innen-Initiative Kronstorf und schwierige Regierungsbildung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
audio
54:59 Min.
STWST84x12

Der rechtsextreme Kongress des „Europäischen Forum Linz“ vom 29.10. in den Linzer Redoutensälen hat im Vorfeld viel Wirbel und viel Gegenprotest erzeugt. Nun ist es wieder ruhig geworden. Zeit für eine Nachbetrachtung im heutigen FROzine.

„Ein Kongress der ganz normalen Leute, für ganz normale Leute“, das meinte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl bei seiner Rede auf dem rechtsextremen Kongress der „selbsternannten Abendlandretter“ (Zitat DÖW). Und er stehe vor einem Publikum, wie er es sich wünsche, nicht so wie im Parlament, „wo man nur mehr in die roten und grünen mieselsüchtigen Gestalten reinschaut“.

Was aber bleibt nun von diesem Kongress in der Nachbetrachtung? Viel Lärm um nichts? Ein schlechtes Image für Linz? Was auf jeden Fall in Erinnerung bleibt, ist eine starkes Zeichen des Protests. Zwischen 1800 (nach Angaben der Polizei) und 3500 (nach Angaben der Veranstalterin) Menschen sind gegen die „Verteidiger Europas“ auf die Straße gegangen. Und auch im Vorfeld gab es große Bestrebungen und Appelle an LH Josef Pühringer (z.B. vom Mauthausen Komitee), den Mietvertrag für die Redoutensäle aufzukündigen.

Wie könnte eine weitere ähnliche Veranstaltung in Linz verhindert werden und soll diese überhaupt verhindert werden? Und was heißt das für die Medien, wenn sich die Rechten ihre „eigene Medienlandschaft“ zusammenbauen und alle anderen quasi draußenbleiben müssen, weil diese ja von der „Systempresse“ bzw. „Lügenpresse“ sind?

Dazu eingeladen im Studio:

– Werner Pöchinger (Politredakteur OÖ-Krone, er hat vom Kongress „undercover“ getwittert)

– Cornelia Broos und Thomas Pilgerstorfer (VertreterInnen des Bündnis „Linz gegen rechts“, Organisation der Protestkundgebung)

– Maria Buchmayr (stellvertretende Klubobfrau, Landessprecherin, Landtagsabgeordnete der Grünen)

 

Gestaltung der Sendung: Michael Diesenreither

Schreibe einen Kommentar