antifascism101 | 08 | Nicht politisch motiviert? Zur öffentlichen Wahrnehmung rechten Terrors.

Podcast
O-TON (unbearbeiteter Originalton)
  • antifascism101-08-wahrnehmung-rechten-terrors
    48:56
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31:27 dk.
[O-Ton] Reden am „Fest der Freude“ am 81. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 2026 in Wien
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1 saat 12:17 dk.
[O-Ton] MAYDAY Wien 2026
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47:16 dk.
[O-Ton] Demo „St. Marx für immer“ am 23.4.2026 in Wien
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[O-Ton] Kundgebung gegen die Lobauautobahn am 18.4.2026 in Essling
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1 saat 06:20 dk.
[O-Ton] Kundgebung gegen Luft- und Bodenangriffe des pakistanischen Militärs auf Afghanistan am 11.4.2026 in Wien
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56:43 dk.
[O-Ton] Kundgebung gegen Abschiebung der Tiroler*innen Joseph und Victoria O. nach Nigeria am 10.4.2026 in Wien
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52:18 dk.
[O-Ton] Gedenken an Ernst Kirchweger und andere Opfer rechter Gewalt am 2.4.2026 in Wien
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46:00 dk.
[O-Ton] „No Tyrants, No Kings, No Trump“-Kundgebung am 28.3.2026 in Wien
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1 saat 30:34 dk.
[O-Ton] Kundgebung zum Long-Covid-Awareness-Day am 15. 3. 2026 in Wien
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17:59 dk.
[O-Ton] Protest bildender Künstler*innen für Anerkennung des Künstler*innenausweises im Kunsthistorischen Museum Wien (12.3.2026)

Aufzeichnung eines Vortrags von Martina Renner
am 23. Mai 2018 in der W23,
hosted by das que[e]r und Rosa Antifa Wien
im Rahmen von antifascism101 – Veranstaltungsreihe gegen rechte Gewalt

Nach den NSU-Morden und -Bombenanschlägen stellt sich die Frage: Nichts gelernt oder warum gibt es so wenige Bemühungen, konsequent gegen rechten Terror vorzugehen? Welche Rolle spielen Behörden oder staatliche Institutionen wie Verfassungsschutz, Polizei und Justiz bei der Verharmlosung? Wie wird Rechtsterror gesellschaftlich verhandelt und was heißt es, wenn dieser nicht benannt oder systematisch verharmlost wird?

„Ein politisches Motiv kann ausgeschlossen werden“, ist oftmals der Tenor der Behörden, wenn es um rechte und rassistische Gewalt geht. Dabei drängt sich immer wieder der Verdacht auf, dass staatliche Stellen tunlichst vermeiden, rechten Terror als solchen zu benennen. Stattdessen werden Täter_innen mitunter als „verwirrt“ oder Opfer ihrer selbst dargestellt – und zwar auch noch, wenn investigative Recherchen längst deren politische Hintergründe ausgeleuchtet haben. Viele unkritische Presseberichte folgen allzu oft der offiziellen Lesart, was nicht nur die Entpolitisierung in der öffentlichen Wahrnehmung verstärkt, sondern nicht selten den Tatopfern mit Misstrauen begegnet und diese verbal zu Kriminellen macht.

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