Der Haken am Fisch

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  • FROzine_30_09_2011
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Streik der Ordensspitäler in Linz

Von leeren Meeren, künstlichen Teichen und glücklichen Biofischen.
Diese FROzine Ausgabe wurde im Rahmen des StudentInnenprojekts „Ökologische Aquakultur“ der BOKU Wien produziert. Gestaltung: Regina Eder, Laura Lidauer, Monika Oberhuber

Fisch ist ein beliebtes Nahrungsmittel: weltweit werden jährlich etwa 145 Mio t konsumiert, wovon etwa 90 Mio t aus dem Meer stammen. Neben dem menschlichen Verzehr wird Fisch in Form von Fischmehl oder Fischöl als Futtermittel für Zuchtfische aber auch für andere landwirtschaftliche Nutztiere verwendet. Die intensive Befischung, kombiniert mit ökologisch bedenklichen Fangtechniken, hat die Fischbestände im Meer jedoch stark dezimiert.

Um den hohen Bedarf an Fisch weiterhin decken zu können, wird Fisch künstlich in sogenannten Aquakulturen gezüchtet. Die Aquakultur ist der am stärksten wachsende Sektor in der Produktion tierischer Lebensmittel mit einer Wachstumsrate von 6,6 %. Vor allem in China und Südostasien wird im großen Stil in Aquakulturen investiert. Doch immer mehr wird deutlich, dass intensive Aquakulturen massive Umweltprobleme mit sich bringen und ganze Ökosysteme zerstören können: Ausscheidungen der Fische, Futterreste, Desinfektionsmittel und Medikamente gelangen in die Umwelt und hinterlassen dort schwerwiegende Schäden. Da die Fische oft auf engstem Raum gehalten werden, stehen sie vermehrt unter Stress und sind oftmals sehr krankheitsanfällig. Um Parasiten, Bakterien und anderen Krankheitserregern vorzubeugen, werden die Fische mit Medikamenten und Desinfektionsmitteln behandelt. Auch Antibiotika- oder Hormonrückstände können sich in Fischen aus Aquakultur befinden. Des Weiteren müssen viele Fischarten mit tierischem Protein zugefüttert werden, welches wiederrum von Fischen aus dem Meer stammt.

Diese Nachteile versucht die biologische Aquakultur zu umgehen: die Fische werden in naturnahen Teichen mit ausreichend Platz gehalten, der Einsatz von Antibiotika, Hormonen und Desinfektionsmitteln ist verboten. Auch in der Fütterung wird auf Nachhaltigkeit geachtet.

Interviews in dieser Sendung mit: Monika Eder, DI Marc Mößmer, Dr. Andreas Stamer, Mag. Axel Hein, Markus Moser und Dr. Herwig Waidbacher

Veranstaltungstipp: Donnerstag, 20.10.2011, 18.00 Uhr, Boku Wien
Infoveranstaltung zu aktuellen Themen der weltweiten und und besonders der regionalen Fischzucht
nähere Infos unter: www.boku.ac.at

Moderation: Oliver Jagosch

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