KLIMASTUDIE 2022: So denkt Österreich über die Klimakrise

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trotz allem
  • Klimastudie 2022
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PK von MUTTER ERDE und Greenpeace: INTEGRAL-Klimastudie 2022 zeigt sinkenden Optimismus und Vertrauensverlust in Klimapolitik
Repräsentative Sinus-Milieu-Studie von Integral liefert neue Zahlen zu Klima-Einstellungen der Österreicher:innen nach Corona-Pandemie und Energiekrise

Wien (OTS) – Bei dem UN-Klimagipfel im ägyptischen Sharm El-Sheikh wird derzeit von den Ländern dieser Welt an Lösungen gearbeitet, um die Klimakrise einzudämmen. Eines ist klar: Wir stehen in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen.
Doch wie denkt Österreich über die Klimakrise? Wie sehen die Lösungen der Bürger:innen aus und welche Rolle wird der Politik zugeschrieben? Das und noch mehr beantwortet die Klimastudie 2022. Die Ergebnisse der repräsentativen Sinus-Milieu-Erhebung präsentiert die Umweltinitiative MUTTER ERDE gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace und dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut INTEGRAL.

Pressekonferenz:

KLIMASTUDIE 2022, so denkt Österreich

Datum: Donnerstag, 17. November 2022
Zeit: 10:00 Uhr
Ort: Presseclub Concordia, Offline sowie Online via Zoom

Ihre Gesprächspartner:innen sind:

Dr. Bertram Barth, Geschäftsführer von Markt- und Meinungsforschungsinstitut INTEGRAL
DI Herwig Schuster, Greenpeace Österreich
Mag.a Anita Malli, M.A., Geschäftsführerin der Umweltinitiative MUTTER ERDE

Die Initiative MUTTER ERDE wurde 2014 vom Österreichischen Rundfunk und den führenden Umwelt- und Naturschutzorganisationen Österreichs ins Leben gerufen. Gemeinsames Ziel ist es, Nachhaltigkeit zum Thema zu machen, zu informieren und Spenden für Umweltschutzprojekte zu sammeln.

Sinus-Milieu-Studie zeigt sinkenden Optimismus und großen Vertrauensverlust in Klimapolitik

Wien (Greenpeace OTS) – Passend zur Weltklimakonferenz stellte heute die Umweltinitiative MUTTER ERDE gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace und dem Marktforschungsinstitut INTEGRAL die „Klimastudie 2022” vor. Darin zeigt sich: Für 74 Prozent der Österreicher:innen ist die Klimakrise ein bedeutsames Thema. 86 Prozent der Bevölkerung unterstützen Maßnahmen gegen die Klimakrise. Jedoch ist der allgemeine Optimismus in den letzten zwei Jahren stark zurückgegangen, auch das Vertrauen in die Klimapolitik der Regierung ist gesunken.

„Insbesondere der Vertrauensverlust in die Politik und der sinkende Optimismus in der Bevölkerung sind alarmierend”, erklärt Bertram Barth, Geschäftsführer des Markt- und Meinungsforschungsinstituts INTEGRAL. “Die Politik ist gefordert, diese Entwicklungen ernst zu nehmen und entsprechende Gesetze zu verabschieden”, ergänzt Greenpeace-Experte Herwig Schuster. So fühlen sich rund 50 Prozent der Bevölkerung in Österreich von der Klimakrise bedroht. Während 2020 noch 68 Prozent der Menschen optimistisch eingestellt waren, sind es 2022 nur mehr 42 Prozent. Die anhaltenden Krisen verdüstern den Blick in die Zukunft zusätzlich. 90 Prozent der Menschen rechnen damit, dass Extremwetterereignisse weiter zunehmen werden. 64 Prozent halten sogar Wüstenbildungen im Mittelmeerraum für möglich. Allerdings zweifeln mehr als zwei Drittel der Menschen daran, dass die Politik noch rechtzeitig die notwendigen Schritte setzen wird, um die Klimakatastrophe zu stoppen.

Dabei finden klimafreundliche Maßnahmen große Zustimmung. So unterstützen drei von fünf Österreicher:innen verpflichtende Energiesparmaßnahmen. Zwei Drittel der Bevölkerung befürworten die Umgestaltung des Steuersystems, so dass klimafreundliches Verhalten belohnt wird. Fossile Energien sind immer unbeliebter, so würden sich derzeit nur mehr vier Prozent freiwillig für eine neue Gasheizung entscheiden. Dagegen begrüßt der Großteil der Bevölkerung den Ausbau von Photovoltaik- und Windstromanlagen mit 91 bzw. 81 Prozent. „Eindeutiger kann der Handlungsauftrag an die Politik nicht sein”, sagt Greenpeace-Experte Herwig Schuster. „Die Bundesregierung muss das längst überfällige Klimaschutzgesetz und das Energieeffizienzgesetz endlich auf den Boden bringen. Auch die Landespolitikerinnen und Landespolitiker müssen in Sachen Klimaschutz viel aktiver werden. Insbesondere müssen sie Ökostrom wie Wind und Sonne massiv ausbauen und klimaschädliche Projekte wie etwa neue Autobahnen oder Lagerhallen in der grünen Wiese stoppen.”

Doch obwohl das persönliche Interesse an Klimathemen grundsätzlich hoch ist, fühlen sich viele Menschen nicht ausreichend informiert. So geben 58 Prozent an, dass sie nicht wissen, welche erfolgreichen Klimaschutzmaßnahmen in Österreich gesetzt werden. 65 Prozent wissen nicht, welche finanziellen Folgen es nach sich zieht, wenn Österreich internationale Klimaziele weiterhin verfehlt. Aus diesem Grund wurde die Initiative MUTTER ERDE vom Österreichischen Rundfunk ins Leben gerufen. „Hier können wir den entscheidenden Unterschied machen. Wir haben das Ziel, die Menschen in Österreich für Umweltthemen zu begeistern, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären sowie über die notwendigen Lösungen zu sprechen”, sagt Anita Malli, Geschäftsführerin der Umweltinitiative MUTTER ERDE.
Die Initiative MUTTER ERDE wurde 2014 vom Österreichischen Rundfunk und den führenden Umwelt- und Naturschutzorganisationen Österreichs ins Leben gerufen. Gemeinsames Ziel ist es, Nachhaltigkeit zum Thema zu machen, zu informieren und Spenden für Umweltschutzprojekte zu sammeln.

Die Studie zum Download und weiterführende Informationen finden Sie hier: www.muttererde.at/presse

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