liste der künstlichen objekte auf dem mond

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“Liste der künstlichen Objekte auf dem Mond” beruht auf dem gleichnamigen Langgedicht des Grazer Dichters Stefan Schmitzer. Dokumentarische und fiktive Textpassagen, Soundschnipsel aus den NASA-Archiven, found footage und Musik vermischen sich zu einem Klangstrom, der einen unaufhaltsamen Sog erzeugt und mitunter alles mit sich fortreißt. 1959 schlug als erstes irdisches Objekt die sowjetische Raumsonde Lunik 2 im Palus Putredinis auf. Seitdem brachten 66 Missionen Tonnen von Menschen erzeugtes Gerät zum Erdtrabanten. Vieles davon ist funktionslos geworden, darunter Teile, deren einstige Bestimmung sich nicht mehr eruieren lässt. Stimmen und Sounds erzählen die Chronik von Initialereignissen im Zuge ausgesuchter Expeditionen und zeichnen einen unaufhaltsamen Prozess immer dichter werdender Daten durch Historien von Politik, Forschung und Medien, Spekulation und Fakten, von einer auf assyrische Tontäfelchen geritzten Himmelfahrt bis zu Suchmaschinenalgorithmen unserer Tage.

Die vorliegende Produktion entstand aus einer Live-Performance vom 18. Oktober 2021, Mix und Re-edit Februar 2024. Der Soundtrack entstand unter Verwendung von Aufnahmen aus dem NASA-Archiv, Satellitenaufnahmen sowie anonymen Aufnahmen vermeintlicher UFO-Sichtungen.

1959 schlug als erstes irdisches Objekt die sowjetische Raumsonde Lunik 2  im Palus Putredinis auf. Seitdem brachten 66 Missionen Tonnen von  Menschen erzeugtes Gerät zum Erdtrabanten. Vieles davon ist funktionslos  geworden, darunter Teile, deren einstige Bestimmung sich nicht mehr  eruieren lässt. Stefan Schmitzer nahm sich solches Material als  lexikalisches Stoff-Reservoir für sein Langgedicht “liste der  künstlichen objekte auf dem mond” und lässt aus dem Wortschatz von  Technik und Naturwissenschaften vielfältige Evokationen zünden. Die  Chronik von Initialereignissen im Zuge ausgesuchter Expeditionen erzählt  von einem unaufhaltsamen Prozess immer dichter werdender Daten. Gleich den im Mondstaub erhaltenen Abdrücken zieht der Text Spuren durch  Historien von Politik, Forschung und Medien, von einer auf assyrische  Tontäfelchen geritzten Himmelfahrt bis zu Suchmaschinenalgorithmen  unserer Tage. In wechselnden, treibenden Rhythmen inszeniert Stefan  Schmitzer eine energiegeladene Dichterrede, deren Ton kraftvoll zwischen  archaisierender Weissagung und flackernden Beat-Gesten wechselt: Eine  singuläre Formfindung lunarer Poesie!

(Quelle: Ritter Verlag, https://www.ritterbooks.com/produkt/2263/ )

Sprecher: Stefan Schmitzer & Jürgen Gerger

Musik, Sounddesign, Schnitt & Produktion: Margarethe Maierhofer-Lischka

Live-Aufnahme vom 18. Oktober 2021, Mix und Re-edit Februar 2024. Ursendung 2024, Radio Helsinki. Der Soundtrack entstand unter Verwendung von Aufnahmen aus dem NASA-Archiv, Satellitenaufnahmen sowie anonymen Aufnahmen vermeintlicher UFO-Sichtungen.

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