Zanshin – Manta Migration

Podcast
MUSIKkalender
  • Manta Migration
    05:57
audio
04:43 Min.
Ms Def - Nehmt ihr uns eine
audio
04:29 Min.
Miss Clit feat. Eric BigClit, RawCat, Snessia und Basquel – Our Bodies, Our Choice
audio
04:56 Min.
Donna Malefica – Dark Lady Divine
audio
04:44 Min.
Gehörsturz - Anderer Mensch
audio
03:22 Min.
Radio All Inclusive - Po Tolo
audio
04:52 Min.
BUT BEAUTIFUL - Dodging Cops
audio
05:46 Min.
Sammas - OWM (Oider Weißer Monn)
audio
05:02 Min.
Spucka
audio
05:00 Min.
Enrics liebstes Weihnachtslied: Santa nit landrà von El Rumbero
audio
05:27 Min.
DIVES - Keep Talking

Heute nimmt uns ZANSHIN mit seinem neuen Album OK Ocean mit aufs Meer:

Welche Geschichte erzählst du, wenn du nur an Poesie glaubst? Welche Poesie schreibst du, wenn dein Schlüsselbein gebrochen ist? Vor einigen Jahren war Zanshin aufgrund eines Unfalls mehrere Wochen auf das Sofa beschränkt und konnte nur grobe Skizzen auf einem Tablet zeichnen. Für jemanden, der es gewohnt ist, eine Vielzahl von Synthesizern zu bedienen, war dies nicht einfach. Doch oft fördern Einschränkungen die Kreativität. Diese kurzen kreativen Ausbrüche warteten geduldig auf ihre Wiederentdeckung und Umwandlung in etwas Größeres: ein Konzeptalbum, das kein Konzeptalbum sein will. Diese Sammlung von Tracks ist eine Ode an das Meer von jemandem aus einer landlocked Region, der erst mit 18 Jahren das erste Mal im salzigen Wasser schwamm.

Denk an alle möglichen Situationen über und unter Wasser: die Kraft der Wellen, die seit Tausenden von Jahren unermüdlich gegen denselben Felsen schlagen, und die flüchtige Schönheit eines großen Fischschwarms, der im Sonnenlicht glitzert. Die unheimlichen Tiefen der abyssalen Strömungen, das Wunder des Waldfalls, die Stille der Flaute – die 16 Teile dieses Albums dienen als imaginärer Soundtrack für all diese ozeanbezogenen Situationen. Sie entstehen aus einem Ort zwischen den vielen Klischees und Tropen über das Meer, aber auch aus einer wahren, tief empfundenen Sehnsucht nach dem Meer. Nicht zu vergessen die Akzeptanz und Konfrontation mit der echten Angst vor seiner dunklen Tiefe und die Sorge um sein weiteres Wohl als großer Teil unserer bedrohten Natur. Viel Pathos, Schönheit und Ehrfurcht. Am Ende wird alles „Ok Ocean“ sein.

Bild im Beitrag (c) Andreas Waldschütz

Schreibe einen Kommentar