Am „Tag der Ehre“ treffen sich seit fast 30 Jahre jedes Jahr Neonazis aus ganz Europa zu einer „Gedenk- und Wandertour“ – wie sie es nennen. Das Gedenken gilt der deutschen Wehrmacht, Einheiten der Waffen-SS und ihren ungarischen Kollaborateuren die 1945 von der Rote Armee in Budapest eingekesselt waren und versuchten aus diesem Kessel auszubrechen. Dieses Treffen funktioniert als wichtiges Vernetzungsmoment der europäischen Nazis und jedes Jahr aufs Neue kann man hier beobachten wie sich Größen rechtsextremer Parteien und Organisationen die Hand geben. Blood & Honour, Hammer Skins und viele andere veranstalten Anfang Februar Kundgebungen, einen nächtlichen Aufmarsch und diverse Konzerte und ähnliche Veranstaltungen, bei denen die Nazis ihresgleichen treffen und ihre menschenfeindliche Ideologie ausleben und feiern können. Dass das nicht unwidersprochen bleibt ist selbstverständlich und so gibt es immer wieder auch Antifaschistische Aktionen gegen diesen „Tag der Ehre“. So auch geschehen vor zwei Jahren, als es Auseinandersetzungen zwischen einigen Antifas und Nazis gab. Seitdem ermitteln ungarische und deutsche Behörden Hand in Hand gegen Antifaschistinnen, denen vorgeworfen wird Nazis angegriffen zu haben. Das BASC, das Budapest Antifascist Solidarity Comitee, begleitet die Vorgänge, die sich seither im sogenannten „Budapest-Komplex“ entwickelt haben. Das BASC kümmert sich um Öffentlichkeitsarbeit und unterstützt die betroffenen Antifas. Mit Friedrich vom BASC sprach Radio Corax.
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„Das ist lächerlich“ – zur aktuellen Situation im Budapest-Komplex
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