Israel-Palästina-Diskurse: Antisemitismus, Rassismus und die Linke

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VON UNTEN im Gespräch
  • 25_02_24_VUiG
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In dieser Ausgabe VON UNTEN im Gespräch sprechen wir mit Sina Arnold und Saba-Nur Cheema über ihr Buch Frenemies, das die komplexen Diskurse rund um den Nahostkonflikt untersucht. Meron Mendel hat das Buch ebenfalls mit herausgebracht.
Arnold und Cheema berichten von ihren persönlichen Beweggründen, das Buch zu schreiben, und reflektieren, ob sich ihre Ziele erfüllt haben. Der Konflikt zwischen Israel und Palästina polarisiert weltweit, oft auch weit über die unmittelbar Betroffenen hinaus.
Warum ist das so, und welche strukturellen und ideologischen Faktoren führen dazu? Die Autorinnen sprechen über Konkurrenzkämpfe um Opferstatus und Anerkennung, doch in einer kapitalistischen Gesellschaft sind Konkurrenzverhältnisse unvermeidlich. Würde sich der Diskurs in einer weniger wettbewerbsorientierten Gesellschaft verändern?

Die Debatte wird häufig als eindimensionales Lagerdenken dargestellt, doch welche blinden Flecken gibt es? Besonders von linker Seite gibt es die Sorge, dass rechte Akteure bestimmte Argumente vereinnahmen. Wie real ist diese Gefahr? In der Wissenschaft prallen zwei zentrale Strömungen aufeinander: die anti-antisemitische Kritische Theorie und die antirassistischen Postkolonialen Studien. Wie unversöhnlich sind diese Perspektiven, und gibt es Möglichkeiten, sie produktiv zusammenzuführen?
Diese und mehr Fragen besprechen wir in dieser VON UNTEN im Gespräch Ausgabe.
Reinhören lohnt sich!

Saba-Nur Cheema ist Diplom-Politologin am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt. Von 2015-2021 war sie die pädagogische Leiterin der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt. Sie ist Mitglied in dem in 2020 berufenen Unabhängigen Expertenkreis zu Muslimfeindlichkeit der Bundesregierung. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Politische Bildung in der postmigrantischen Gesellschaft, Antisemitismus, Rassismus sowie muslimisches Leben in Deutschland & jüdisch-muslimischer Dialog.

Bild: David Bachar

Sina Arnold ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin und Projektleiterin im Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ).
Sie studierte Ethnologie, Erziehungswissenschaft und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der University of Manchester, war Fellow an der Tel Aviv University und wurde 2015 am Zentrum für Antisemitismusforschung promoviert.

Bild: Ute Langkafel

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