Lücken im Gedenken — über queere Biografien im Nationalsozialismus

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VON UNTEN im Gespräch
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In Halle erinnert nur ein einziger Stolperstein an die Verfolgung queerer Menschen im Nationalsozialismus – der für Kurt Koch, in Graz sind es sechs: Konrad Draschkowitsch, Maria Glawitsch, Emmerich Gutmann, Alfred Mitkrois, Friedrich Schöninger, Franz Schwarzl und Anton Zierler.
Ihr hört heute eine Sendungsübernahme von Radio Blau aus Leipzig zu queeren Biografien im Nationalsozialismus.

Ein Arbeiter, der vier Konzentrationslager überlebte und nach der Befreiung in seine Heimatstadt zurückkehrte. Kurzzeitig verheiratet, heteronormativ angepasst – vielleicht aus Schutz, vielleicht aus Sehnsucht nach Normalität. Mitte der Siebziger starb er, beinahe unbemerkt. Von seiner Geschichte blieb kaum etwas – kein Bild, keine Aufzeichnungen.
Kurt Kochs Schicksal steht exemplarisch für eine Geschichte, die jahrzehntelang verdrängt wurde. Für die Biografien queerer Menschen, die nicht nur im Nationalsozialismus verfolgt wurden, sondern auch im Nachkriegsdeutschland weiter schwiegen mussten – aus Angst, aus Scham, weil die Repression nie ganz endete.

Ein vergessenes Kapitel. Eine Suche nach Spuren.

Alle Infos zu in Graz verlegten Stolpersteinen findet ihr hier.

Bild: Verschmiertes Gedenken an queere Opfer im Nationalsozialismus, Berlin 2025, Geradedenken

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