Der Jazz und sein Publikum

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Zwei sehr divergente Live-Aufnahmen zeigen wie unterschiedlich es Jazzmusiker mit ihrem Publikum halten.

Auf der einen Seite Keith Jarrett auf seinem neuen ECM-Album „New Vienna“, die Aufnahme von seinem berüchtigten Konzert im Juli 2016 im Wiener Musikverein präsentiert. Erst fast 10 Jahre danach kann man ermessen, wie musikalisch vielschichtig es war. Denn Jarretts Zoff mit dem Publikum, seine regelrechte Publikumsbeschimpfung, überlagerte damals vieles. Ich weiß es, ich war dabei.

Auf der anderen Seite Ryan Truesdell mit einer noch etwas älteren Aufnahme von mehreren Abenden im damals noch existierenden New Yorker Jazzclub „Jazz Standard“ im Mai 2014. Gewidmet ist das Projekt dem großen 1988 verstorbenen Bandleader und Arrangeur Gil Evans und es ist nach 2015 bereits das zweite formidable Album, das aus dem Material zusammengeschnitten wurde: Shades of Sound: Evans Project Live at Jazz Standard, Vol. 2 erschien Ende Mai beim Label „Outside in Music“. Für Truesdell kam nur eine Live-Aufnahme in Frage, weil Live-Aufnahmen für ihn diese ungreifbare Energie einfangen, die entsteht, wenn Musik vor einem Publikum aufgeführt wird. Das Gegenteil von störendem Publikum also.

Zum Abschluss ein paar leichter beschwingte Titel vom neuen Studio-Album („Mixed Bag“, Summit Records) des Jazz Orchestra von Bandleader, Sänger und Posaunist Pete McGuinness.

Jazzige Grüße von Ihrem

Gilbert Waldner

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