Wenn Drohnenboote Schiffbruch erleiden

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Im neuen Pentagon-Traum vom autonomen Seekrieg kracht es schon in der Erprobung. Vor der Küste Kaliforniens kollidierten zwei unbemannte Drohnenboote, gebaut von den US-Rüstungsfirmen Saronic und BlackSea Technologies. Ein anderes Boot brachte zuvor einen Schleppkahn zum Kentern. Reuters und Defense Scoop dokumentieren eine Kette von Softwarefehlern, Kommunikationspannen und menschlichem Versagen.
Die USA wollen aus den Erfahrungen des Ukraine-Kriegs lernen, wo billige, ferngesteuerte Speedboote die russische Schwarzmeerflotte attackieren. Doch Washington setzt auf ein teureres, ambitioniertes Modell: Schwärme völlig autonomer Boote, gedacht zur Abschreckung Chinas im Taiwan-Szenario. Kostenpunkt: Millionen pro Stück.
Die Probleme sind jedoch gravierend. Nach den Unfällen fror das Pentagon einen 20-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem Softwarekonzern L3Harris ein. Parallel steckt die Beschaffungsbehörde der Navy in einer Führungskrise, ihr Chef wurde abgesetzt.
Hinter den Kulissen drängen Venture-Capital-Giganten wie Andreessen Horowitz und 8VC in den Militärmarkt. Sie versprechen Rendite durch Kriege, als wären Drohnenboote nur die nächste App aus dem Silicon Valley.
„Störfrequenz“ schaut auf ein System, das Milliarden in autonome Waffentechnik pumpt, aber die Kontrolle über seine Prototypen schon im Test verliert – und fragt: Was bedeutet es, wenn Krieg zur Spielwiese von Startups und Investoren wird?

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