[O-Ton] Gedenken an Novemberpogrome am Platz der Opfer der Deportation (ehem. Wien Aspangbahnhof) am 9. November 2025

Подкаст
O-TON (unbearbeiteter Originalton)
  • Gedenken an Novemberpogrome am Aspangbahnhof – komplette Aufnahme (mit Musik)
    81:09
  • Gedenken an Novemberpogrome am Aspangbahnhof – ohne Musik
    63:52
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200–250 Personen gedachten am 9. November 2025 am Platz der Opfer der Deportation, wo sich früher der Aspangbahnhof befunden hatte, der Novemberpogrome.

„Der Aspangbahnhof war der Ausgangsort für die Deportationen der jüdischen Bevölkerung Österreichs. Von dort wurden 1939–1942 50.000 Jüd*innen in die Vernichtung deportiert. Dies geschah mitten in Wien, vor den Augen und im Mitwissen der österreichischen Bevölkerung.“

Aufnahme der Gedenkversammlung – einmal komplett mit Musik und einmal ohne Musik.
Die Version mit Musik kann aus urheberrechtlichen Gründen nur angehört, aber nicht downgeloadet werden.
Die Version ohne Musik kann sowohl angehört als auch downgeloadet werden.

 

Aufruf des antifaschistischen Personenkomitees Landstraße und der jüdischen österreichischen Hochschüler:innen (JÖH):

In der Nacht vom 9. November 1938 begannen die nationalsozialistischen „Novemberpogrome“ gegen Jüdinnen und Juden:

1400 Synagogen, Versammlungsorte, Friedhöfe, Geschäfte und Wohnungen wurden zerstört, hunderte Jüdinnen und Juden wurden ermordet. In Wien brannte unter anderen auch der große Leopoldstädter Tempel ab – unter Teilnahme und Beifall der Bevölkerung.

Die Gewalt dieser Nacht markierte den Beginn der Shoah und ebnete den Weg in die Vernichtungslager, wo über sechs Millionen Jüdinnen und Juden ermordet wurden. Bereits am Morgen des 10. November begannen die Deportationen, zunächst in Ghettos, später in Konzentrations- und Vernichtungslager.

Der Wiener Aspangbahnhof im 3. Bezirk war der Ausgangsort für die Deportationen der jüdischen Bevölkerung Österreichs. Von dort wurden 50.000 Jüdinnen und Juden in die Vernichtung deportiert. Dies geschah mitten in Wien, vor den Augen und im Mitwissen der österreichischen Bevölkerung.

Am 9. November wollen wir ein starkes Zeichen setzen, zur Erinnerung an die Opfer der Shoah und zur Mahnung an die Gegenwart.
Wenn wir „Nie wieder“ sagen, dann ist das nicht nur eine Erinnerung – es ist unser Versprechen für die Zukunft.

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