Neue Allianzen, alte Opfer: Die Lage in der Selbstverwaltung Nord- und Ostsyrien

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Die demokratischen Kräfte Syriens (SDF) in Nord- und Ostsyrien wurden innerhalb weniger Tage zu großen Teilen von der syrischen Übergangsregierung HTS zurückgedrängt. Doch nicht nur die syrische Übergangsregierung ist an diesem Konflikt beteiligt. Auch die internationale Dimension des Konflikts und der grundlegende Wandel der westlichen Politik in der Region haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die HTS an Einfluss gewinnen konnte. Während die SDF lange als zentrale Kraft im Kampf gegen den IS galten und dabei vor allem von den USA unterstützt wurden, stellen sich die Vereinigten Staaten und europäische Akteure inzwischen hinter die syrische Übergangsregierung. Begründet wird diese Neuausrichtung mit geopolitischen Interessen und einer veränderten Sicherheitsarchitektur in Syrien und der Region – sie geht jedoch mit der faktischen Aufgabe der kurdischen Selbstverwaltung einher.

Kritiker:innen verweisen dabei auf einen deutlichen Widerspruch zwischen der westlichen Rhetorik im Kampf gegen Islamismus und der gleichzeitigen Duldung oder Unterstützung von dschihadistischen Akteuren. Welche Interessen hinter dieser internationalen Neuorientierung stehen, darüber sprechen wir mit Tim Krüger, einem Journalisten, der seit Jahren über die Entwicklungen in der Region berichtet. Außerdem hören wir Stimmen aus Rojava, die die Folgen dieser Politik für die Selbstverwaltung, ihre Sicherheit und ihre Perspektiven einordnen.

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