Unter dem irreführenden Label «Gen Z» Proteste firmieren in den letzten Jahren eine Welle von großen Protestbewegungen vor allem im globalen Süden — in Madagaskar, in Marokko und vor allem im Gedächtnis geblieben: in Nepal im letzten Herbst. Irreführend ist der Begriff aus zweierlei Gründen: Erstens ist die Beteiligung der sogenannten Gen Z schon seit dem arabischen Frühling in 2011 bei sozialen Protesten ein wichtiger Faktor — aber auch einfach das bekannte Schema, dass viele jugendliche bei großen Protesten stärker involviert sind — und zweitens ist das gemeinsame Merkmal dieser Proteste nicht die Gen Z, sondern eine geteilte Frustration über Korruption in autokratischen Führungseliten und die soziale Ungleichheit, welche diese in den Ländern immer weiter verschlimmern. Das erste Land, in dem diese aktuelle Protestwelle tatsächlich erfolgreich war, war jedoch nicht Nepal, sondern Bangladesch. Im August 2024 floh die damals amtierende Premierministerin, Sheikh Hasina, nach Indien, weil die Armee ihren Befehl, die Protestierenden auf den Straßen niederzuschießen verweigerte. Und nun, am 12. Februar ist es so weit: In Bangladesch, südlich von Nepal am Golf von Bengal gelegen, finden die ersten Wahlen seit dem Sturz der vorherigen Regierung statt — und wer diese Wahlen gewinnen wird, ist heute noch kaum absehbar. Dr. Mostafizur Rahman und Dr. Christian Wagner erläutern, was zur Wahl steht.
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10. февраля 2026
Опубликовано
10. февраля 2026
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