ADHS im Studium: Diagnose entlastet nicht nur Betroffene, sondern auch das System, das die Diagnose hervorbringt

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In Deutschland lassen sich immer Menschen mit ADHS diagnostizieren. Innerhalb von den letzten zehn Jahren haben sich die Zahlen verdoppelt, besonders viele Fälle treten offenbar auch unter Student:innen auf. Warum werden menschliche Eigenschaften in bestimmten Kontexten zum Problem oder zur „Superkraft“ gemacht?

Im öffentliche Diskurs in Medien und Politik über die psychische Gesundheit der Bevölkerung wird in einer verdrehten Produktivitätsdebatte eine angeblich fehlende Selbstdisziplin bemängelt. Stattdessen sollten wir uns jedoch mit genau dieser Ohnmacht vor den Bedingungen für die steigenden Diagnosezahlen beschäftigen, die die Neurodivergenz-Skeptiker zu ihrer ablehnenden Haltung bringt. Das meint zumindest Diplom-Psychologe, Wissenschaftsjournalist und Autor Theo Parker.

Währenddessen öffnen Soziale Medien Nutzer:innen heute einen Zugang zu zuvor unbekanntem Wissen. Unterhaltsam aufbereitet, werden Menschen für Themen wie ADHS sensibilisiert und bekommen Techniken zur Selbsthilfe angeboten. Doch in welchem Rahmen findet das statt? Soziale Medien sind profitorientierte, wenig regulierte Räume, die mithilfe von Algorithmen die Aufmerksamkeit der Nutzer:innen verwerten. Sie beeinflussen Diskurse ebenfalls und das auf intransparente Weise.

Im Gespräch über die Auffälligkeit von ADHS in bestimmten Tätigkeitsbereichen spricht Theo Parker über Glamour-ADHS, Leistungsdruck und darüber, was ADHS eigentlich wirklich über uns und unsere Gesellschaft aussagt.

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ADHS im Studium: Diagnose entlastet nicht nur Betroffene, sondern auch das System, das die Diagnose hervorbringt
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