Männlichkeit – zwischen Performance und Verletzlichkeit

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Beziehungsweise
  • Beziehungsweise 6. Sendung: Männlichkeit - zwischen Performance und Verletzlichkeit
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Sondersendung Frauenkampftag - Die Orgasmuslücke - Lust. Macht. Ungleichheit
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Beziehungsweise - 1. Sendung: Einblick in die Paar- und Sexualberatung

Was bedeutet es wirklich, ein Mann zu sein in unserer heutigen Welt? Ist Männlichkeit eine Last oder eine Chance? Traditionelle Rollenbilder bröckeln, doch neue Wege sind noch nicht klar. Wir sprechen über Stärke und Schwäche, über alte Erwartungen und neue Freiheiten.

Ein zentraler Teil der Sendung widmet sich den Thesen des Psychoanalytikers und Erziehungswissenschaftlers Josef Christian Aigner. Wir gehen der Frage nach: Wie werden Männer eigentlich zu Männern „gemacht“? Aigner postuliert, dass Männlichkeit kein biologisches Schicksal, sondern das Ergebnis spezifischer Sozialisationsverhältnisse ist.

Folgende Schwerpunkte stehen dabei im Fokus:

  • Identität in der Krise: Warum greifen gerade junge Männer in Zeiten der Unsicherheit vermehrt zu rechtskonservativen Mustern oder dem „alten Macho-Image“? Wir diskutieren, wie eine moderne Männerbildung aussehen muss, die echtes Selbstbewusstsein jenseits von patriarchalen Machtansprüchen fördert.
  • Väter und Care-Arbeit: Trotz sinkender Karenzzahlen brauchen wir Väter als präsente Vorbilder. Aigner zeigt auf, wie Care-Arbeit durch systemische Veränderungen – wie die paritätische Arbeitszeitverkürzung oder steuerliche Anreize – „schmackhaft“ gemacht werden kann.
  • Sexualität und Begehren: Warum erleben wir eine zunehmende Lustlosigkeit bei Männern? Aigner analysiert den Einfluss patriarchaler Sexualität und die Defensive, in die Männer oft geraten, wenn Frauen selbstbewusster auftreten.
  • Die Kunst der Verführung: Wenn Sexualität verschwindet, liegt das oft am Zeitmangel und zu viel „Symbiose“. Aigners Plädoyer: Wer Sexualität verändern will, muss das Leben verändern. Es braucht Muße, Freiräume und den Mut zum Abstand, um das Begehren neu zu entfachen.

Im zweiten Teil der Sendung dürfen wir einen besonderen Gast begrüßen: Ben Schuster. Ben Schuster ist ein erfahrener Therapeut und Experte für Beziehungsdynamiken, der mit einem Schwerpunkt auf Männerarbeit einen einzigartigen Blickwinkel auf Männlichkeit bietet. Er wird uns Einblicke in die Emotions-Fokussierte Paartherapie (EFT) geben und erklären, wie dieser therapeutische Ansatz Männern hilft, ihre emotionalen Erfahrungen zu verstehen, zu verarbeiten und gesündere Beziehungen aufzubauen. Ben teilt auch exklusive Eindrücke und wertvolle Erkenntnisse aus seinem Männerseminar, das er veranstaltet. Er berichtet über die Erfahrungen der Teilnehmer, die dort neue Wege im Umgang mit ihren Emotionen und ihrer Identität erkundet haben.

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