Daniela Klette ist in Verden wegen versuchten und vollendeten Raubüberfall in 13 Fällen angeklagt, an denen sie zwischen 1999 und 2016 mutmaßlich beteiligt gewesen sein soll. Der Prozess gegen sie ist dabei ganz besonders normal, wie die Schriftsteller*in Stephanie Bart es in einem Artikel in der Analyse und Kritik bezeichnet. Den Daniela Klette gilt als ehemaliges Mitglied der RAF und sei mutmaßlich beteiligt gewesen als 1991 in Bonn auf die US-Botschaft geschossen wurde, als auch – mutmaßlich – an der Sprengung des gerade fertig gestellten Gefängnisses in Weiterstadt 1993. Der Bezug zur RAF wird auch in der Anklageschrift zu den im Prozess behandelten Raubüberfällen aufgemacht. Ein Prozess zu ihrer Rolle in der RAF steht erst nach dem aktuell laufenden an. Aber eben wegen des RAF-Kontexts wird bei dem Prozess ein sehr hohes Sicherheitsniveau aufrechterhalten – während die Behörden gleichzeitig von einem „normalen Strafverfahren“ sprechen. Die Schriftsteller*in Stephanie Bart beobachtet den Prozess seit dessen beginn – und widerspricht der Behauptung es sei ein normales Strafverfahren. Radio Corax hat mit ihr über ihre Einschätzung gesprochen.
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19. März 2026
Veröffentlicht
19. März 2026
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