Teresa Kirchengast: Anatomie der Geborgenheit

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literadio – Frühjahr 2026
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„Manchmal braucht man einfach guten Kaffee oder ein aufgewärmtes Gulasch. Und einen Ort zum Verkriechen, an dem man auch mal unglücklich sein darf. Das Café Zimtschnecke ist so ein Ort. Das liegt vor allem an der Besitzerin Anni, die das Lokal mit einer Wärme erfüllt, die einen sofort willkommen heißt.
Neben der etwas verwahrlosten Jagoda, die hier immer einen Gratiskaffee bekommt, sind da noch der 15-jährige Paul, den Anni unter ihre Fittiche genommen hat, ihre beste Freundin Christina, die dauernd von Liebeskummer geplagt ist, und der Matrose Mickey, auch wenn es ihn immer nur kurz an Land hält. Ohne die Kellner Otto und Ivo, die eigentlich viel mehr als Arbeitskollegen sind, geht sowieso nichts.
Während Anni allen beherzt zur Seite steht, schiebt sie ihre eigenen Probleme weit nach hinten. Aber da sind ja noch ihre zerstrittene Familie und die komplizierte Beziehung zu ihrem Freund Leo. Kann Anni auch für sich selbst einstehen, bevor es zu spät ist?“ (Quelle: Edition Atelier)

Teresa Kirchengast lässt ihre Protagonistin Anni zuhören und vor allem mit Neugier, Offenheit und Unvoreingenommenheit den Menschen begegnen. Dabei sind es die nicht ganz so glatten, bis leicht beschädigten Biografien, die besonders Resonanz in ihr finden. Denn sie sucht etwas, eine Art von Leben, dass nicht den oberflächlich glänzenden vorgefertigten Bildern entspricht. Aber Anni kann auch handeln, wenn es nötig ist. Die „Zimtschnecke“ ist dabei der Hafen, an dem die eine oder der andere strandet und bei Kaffee und Honigsemmel zu sich kommen kann.

Ein Roman, wie eine teilnehmende Sozialstudie, ein Blick hinter gesellschaftliche Scheinwelten und ein wenig auch ein Trostpflaster auf den Kratzern, die uns das Leben beibringt.
Die Autorin im Gespräch mit Daniela Fürst über ihren dritten Roman, der in der Edition Atelier erschienen ist.

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