1927 erkrankt der deutsche Missionar Otto Fuhrmann in Namibia an Malaria. Seit Zustand verschlechtert sich, doch das nächste Spital ist Tagesmärsche entfernt. Weil kein Fahrzeug zur Verfügung steht, um ihn schneller in die Nähe eines Arztes/einer Ärztin zu bringen, stirbt er an den Folgen der Erkrankung. In diesem Moment wird die „Idee MIVA“ geboren: Missionare mit Fahrzeugen und Kommunikationseinrichtungen zu versorgen. Bis heute lebt diese Idee weiter, unter dem Namen der 1949 gegründeten Organisation MIVA. Der Zugang zu ihrer Arbeit hat sich jedoch grundlegend geändert.
Heute findet sich ihr Wirken beispielsweise auf dem Marché Dantokpa in Bénin, es ist der größte Freiluftmarkt Westafrikas. Auf einer Fläche von über 20 Hektar wird dort praktisch alles gehandelt – von Lebensmitteln über Stoffe, Glühbirnen, Kosmetikartikeln, bis hin zu Nutztieren. Unter den Verkäufer*innen befinden sich auch die Vidomegons, wie sie vor Ort genannt werden; Tausende von jungen Mädchen, die von Menschenhandel betroffen sind und zu dieser Arbeit gezwungen werden.
Die MIVA kooperiert mit zwei lokale Einrichtungen der Don Bosco Schwestern, um den jungen Mädchen Schutz und Hilfe zu bieten. Direkt auf dem Markt, in der Baraque S.O.S., können die Mädchen Pause machen, verschnaufen und einfach einmal Kind sein. Mit Fahrzeugen, finanziert durch Beteiligung der MIVA, werden Ausflüge organisiert und der Transport zwischen den Einrichtungen erleichtert. Davon erzählt Emilie Tavernier-Popp von der oberösterreichischen Organisation MIVA. Sie war für eine Projektreise vor Ort.
Im Interview mit Radio Afrika TV erzählt Emilie, wie die Mädchen beim Aufbau eines selbstbestimmten Lebens unterstützt werden sollen und welche unerwarteten Herausforderungen die lokale Religion Voodoo für ihre Arbeit bedeutet.










