Courage Builds Bridges

Podcast
Kraft & Hell
  • ORANGE 94.0 Logging 2026-04-25 23:00
    120:00
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Heb Ab !

Liebe Freunde und Hörer von Kraft & Hell!

FLEA / THE SMILE / RADIOHEAD / DAVID BOWIE / PAT METHENY & LYLE MAYS /
MESHELL NDEGEOCELLO

Liebe alle,

was für ein unorthodoxer Gigant Flea ist: Als Bassist der Red Hot Chili Peppers eine Legende der umherhupfenden
funkigen bouncenden Widerborstigkeit – wie wir in Wien sagen, ein
Springinkerl. Elastisches Rückgrat einer Weltband. Unverbogen in seiner
Zappeligkeit. Groovemaster.
Zugleich ist er seit seiner Kindheit still den sanften Jazz Klängen der
Trompete, der er entwuchs, verfallen. Als sich Flea seinem 60er in
scheinbar ewiger Jugendlichkeit näherte, nahm er sich vor, diese ewige
Liebe zu beleben, zwei Jahre mit Jazzlegende Rickey Washington daran zu
arbeiten und seine erste Solo LP als Trompeter zu veröffentlichen. Weil
man das tun muss was man tun muss bevor es zu spät ist.

Und was kommt heraus? Eine unaufdringliche Wahnsinnsplatte, voller
schwebender Musikalität und Weisheit und Liebe und Demut und Klugheit
und Groove und genau dem, was diese von Hass zerfressene, gespaltene
Welt JETZT braucht: Einen Ruf zur Besinnung der mitten ins Herz zielt!
Einen uneitlen Call to Arms für die universelle Liebe! Eine Bitte an
alle, auf Knien, für das Brückenbauen, für das Miteinander, gegen
prahlerische substanzlose eitle toxische Kriegstreiberei von neuen
Kreuzrittern, die jetzt auch noch dem Papst erklären, wo der liebe Gott
was zu hassen verlangt.

Flea erinnert uns: Dieser Hass und diese Egomanie sind falsch. Embrace
idiosyncracies, sie machen das Team besser. Wahre Größe ist der Mut, den
anderen nicht schlecht zu machen, sondern zu hören, zu achten und gelten
zu lassen. In den Worten von Flea in der Weltnummer „A Plea“:

You wanna be brave, you wanna be tough?
Peace and love is the toughest, hardest thing you can do
Build a bridge, it’s where the courage is
Shine your light
Shine it true
Yeah

Die LP „Honora“ (Fleas Ururgroßmutter gewidmet, siehe
https://pitchfork.com/reviews/albums/flea-honora/ ) beeindruckt uns
zutiefst und gehört zu den bisherigen Höhepunkten dieses Musikjahres.

Flea zitterte übrigens vor Beginn der Aufnahmen. Er fürchtete, in den
Augen und Ohren von Jazzern der L.A. Szene (Jeff Parker, Anna Butterss,
Deantoni Parks, Nathaniel Walcott, Mauro Refosco, Josh Johnson, Rickey
Washington) als musikalisches Leichtgewicht, als Con-Man, als bloßer
untauglicher Fan dazustehen.

Unbegründet: Sie nahmen ihn als Bruder auf. Er schuf mit ihnen gemeinsam
ein wunderbares musikalisches Zuhause für tiefe Einblicke in seine
Seele. Mit Eigenkompositionen, aber auch Cover-Versionen (Funkadelic,
Jimmy Webb, Frank Ocean etc). Unterstützt von Gästen wie Thom Yorke und
Nick Cave.

Das möchten wir Euch vorspielen. Und komponieren dazu rundherum: Uns
fallen dazu derzeit einmal Radiohead und The Smile ein (die musikalische
Freundschaft von Flea und Thom Yorke besteht ja schon lange). Und über
die Achse von Flea mit Nick Cave („Wichita Lineman“) zudem Pat Metheny
(„As Falls Wichita, So Falls Wichita Falls“ mit Lyle Mays 1981, „From
This Place“ 2020 mit Meshell Ndegeocello) und auch David Bowie, dessen
„Station to Station“ heuer 50 Jahre alt geworden ist – still sexy
though. Nennen wir es zeitlos oder unsterblich (Shout @Magdalena!).

In diesem Sinne: Nerds are welcome, and all the rest of you, too.

Zu hören sind wir als LIVE STREAM via www.o94.at, auf der Frequenz UKW
94.0 und im Kabel auf der Frequenz 92,7. Den Podcast zum Nachhören gibt
es nunmehr sowie zu vielen anderen alten Sendungen von Kraft & Hell,
appetitlich und übersichtlich geordnet, unter dieser
URL:https://cba.fro.at/series/kraft-hell

Bis dahin: Liebe Grüsse!

Die Herren Kraft & Hell

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