Popmusik mit 20 Jahren. Das war einmal. Mittlerweile sind die einstigen Teenagerstars im reifen Alter. Die Rolling Stones veröffentlichen in diesen Tagen mit über 80 Jahren ihr 25. Album. Macht das noch Sinn? Wie kann Popmusik ab 60 noch funktionieren. Es diskutieren Felix von Bally, Raimund del Negro und Christoph Schomberg.
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Großartiges Thema! Den Anspruch, neues zu probieren sollte man aber nicht nur Künstlern umhängen, sondern auch Hörern – wir sind mehr oder weniger alle in ähnlichem Alter.
Mich hat vor allem Blumenau immer inspieriert, neues auszuprobieren. Und mein Vater, der gekippt ist von sehr progressiv und irgendwann nur mehr altes Zeugs gehört hat, so wollte ich nie werden. Jetzt bin ich in diesem Alter. „Alte“ Lieblingsalben hab ich bisher fast immer irgendwann weggepackt und nicht mehr angerührt, egal ob physisch oder digital, für mich hat sich alles mal totgehört. Aber mit Nachschub wird es zunehmend schwierig mangels Energie, aktuell ist eher leise daheim.
Insofern: mit euch mal wieder in die Vergangenheit zu gehen finde super schön. Aber um den Spieß um zudrehen: Wenn ihr wollt, dass alternde Künstler noch etwas innovatives bringen – wieso nicht vielleicht als ähnlich alte Moderatoren auch mal etwas (anspruchsvolles) auch aus der aktuellen Zeit bringen? ;-P Ich glaube es ist für alternde Künstler/Hörer/Moderatoren ähnlich schwer – aber eine spannende Herausforderung. Vermutlich gehört es zum Altwerden, dass man sich irgendwann nur mehr Playlists mit Zeugs +20 Jahr alt anhört, noch wehre ich mich dagegen, das alte Zeugs wieder auszugraben.