Am 19. Februar 2026 jährte sich der rassistische Anschlag in Hanau zum sechsten Mal. Auch sechs Jahre nach der Tat ist klar: Weder in der Ermittlungslage noch an der gesellschaftlichen Aufarbeitung des Anschlags ist Bewegung zu vermerken. Noch immer keine Aufklärung, noch immer keine Konsequenzen. Nachdem ein weiteres Opfer des Anschlages vor wenigen Monaten an den Spätfolgen seiner Verletzungen verstorben ist, erinnern wir an die mittlerweile zehn Menschen, die aus rassistischen Motiven ermordet wurden: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov, Ibrahim Akkuş. Im Radiobeitrag sind Stimmen von der Gedenkkundgebung zu hören, die von einem breiten Bündnis organisiert wurde, bestehend aus: Bündnis gegen antimuslimischen Rassismus Leipzig • IL Leipzig • We’ll Come United • Perspectives • Haus der sozialen Vielfalt • Widersetzen • Engagierten Einzelpersonen und unterstützenden Initiativen.
Außerdem wird an Marwa El-Sherbini erinnert. Marwa El-Sherbini wurde am 1. Juli 2009 im Gerichtssaal des Landgerichts Dresden aus rassistischen Motiven ermordet. Der Angeklagte hatte sie und ihr Kind ein Jahr zuvor auf einem Spielplatz in Dresden rassistisch beleidigt, im Gerichtssaal zieht er ein Kampfmesser und sticht sechzehn Mal auf die 31-jährige Frau und ihren Ehemann ein. Marwa El-Sherbini stirbt noch im Gerichtssaal vor den Augen ihres dreijährigen Sohnes und ihres Ehemannes .Der 1. Juli ist, in Gedenken an Marwa El-Sherbini, seit 2015 Tag gegen antimuslimischen Rassismus in Deutschland.











