Markus Rieger-Ladich zu seinem Buch „Identitätspolitik“

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Radio Corax sprach mit Markus Riegler-Ladich über sein Ende 2025 im Reclamverlag erschienenes Buch mit dem Titel: „Identitätspolitik. Zur Zukunft eines umstrittenen Projekts.“ Es war nicht das erste Mal, dass sich der Autor mit Identitäten und ihrer Kritik beschäftigt hat: Schon 2022 erschien sein Buch „Das Privileg. Kampfvokabel und Erkenntnisinstrument“, in dem er sich mit Fragen auseinandergesetzt hat wie: Wer spricht – aus welcher Position – mit welchen Privilegien? Er kam dabei zu dem Schluss, dass Privilegien selbstverständlich dringend abgebaut werden müssen, und dass aber die Wege und Ansätze zu einer Welt ohne Privilegien – also zu einer „gleicheren“ Welt – sehr unterschiedlich sein können und auch unterschiedlich sinnvoll sind. Dass zum Beispiel kaum jemandem damit geholfen ist, wenn Privilegien – wie Weißsein, heterosexuell und männlich – ganz einfach „heruntergebetet“ werden, und man dann weitermacht wie zuvor. Stattdessen müssten die Herangehensweisen plurale sein, und es klang damals in seinem Buch schon an, dass eine linke Identitätspolitik, so umstritten sie auch sein möge, den Weg in eine „gleichere“, diskriminierungsfreiere Welt bahnen kann.

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