Grazer Müllverbrennung steckt im Stau
Das „Energiewerk“ soll zurück an den Start. Die öffentliche Kritik enthüllt mit Faktenchecks die Werbeangaben der Betreiber als „Greenwashing“. Verkehrsgutachten prognostiziert Enstehung von täglichen Staufallen rund um Puch- und Puntigamer Straße.
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Mit der Anlage im Karlsruher Rheinhafen sollten die Müllprobleme gelöst werden. Doch statt eines großen Geschäfts entstanden riesige Verluste.
Rund 400 Millionen Euro Verlust hatte das Thermoselect-Projekt gemacht, ehe es 2004 von der EnBW als Nachfolgerin der Badenwerk beendet wurde. Allein der Bau hatte 144 Millionen Euro gekostet.
Vom großen Geschäftsmodell zum großen Flop
Die Anlage mit der Thermoselect-Technologie galt als Vorzeigemodell für moderne Müllentsorgung: Sie sollte Müll nicht nur verbrennen, sondern auch Gas, Strom und Fernwärme produzieren. Am Ende der Verbrennung sollte ein Granulat als Rest übrig bleiben, das zum Beispiel im Straßenbau hätte verwendet werden können.
Für 250.000 Tonnen Müll pro Jahr war Thermoselect geplant. Das Badenwerk und viele regionale Politiker erhofften sich nicht nur ein Prestigeprojekt, sondern auch ein Milliardengeschäft.
Auch äußerlich sollte Thermoselect etwas Besonderes ausstrahlen: Damit das Gebäude nicht wie ein Industriebau aussieht, hatte eigens ein Designer eine Halle mit Stahl- und Glaselementen entworfen.
Die Technik war von Anfang an störanfällig und lief nur im Probebetrieb. Die erhofften Abgaswerte konnten nicht dauerhaft eingehalten werden. Der Rückgang der Müllmenge machte die Anlage unwirtschaftlich.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/thermoselect-muellverbrennungsanlage-wird-abgerissen-100.html
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Müllverbrennung ist gesundheitsschädlich und klimaschädlich.
Besser wäre Müll zu recyceln und in eine Kreislaufwirtschaft zurück zuführen und auch Müll verrotten zu lassen.
Erst bei der Verbrennung entstehen hochgiftige Schlacke und Abgase, bis heute ist nicht geklärt was mit dieser Schlacke (1/3 Gewicht Mülls) geschehen soll.
Zu jeder Stunde würden 80.000 m3 Abgase aus dem Schornstein kommen, angereichert mit Schwermetallen, Doxinen, Feinstaub usw.
Unsere Landesregierung hat die Grenzwerte zB für Feinstaub in der Abgasluft aus Müllverbrennung auf das 220fache der Umgebungsluft gesetzt. Der noch gefährlichere Ultrafeinstaub braucht gar nicht gemessen werden und hat keine Grenzwerte. Danke Landesregierung !
Beispiel:
Graz hat 10 Mrd m3 Luft bis zur Höhe des Schornstein, der geplanten Müllverbrennungsanlage.
Aus der Müllverbrennungsanlage kommen im Jahr 700 Mill m3 Abgasluft, die den 220 fachen Grenzwert für Feinstaub haben dürfen. (Landesregierung)
Hochgerechnet wären es 150Mrd m3 Luft die über den Feinstaubgrenzwert liegen.
Zum Glück blast es einiges aus Graz raus, aber es wird einen großen Unterschied machen, besonders bei Inversionswetterlagen.
Eine Inversionswetterlage bedeutet, dass die normale Temperaturabfolge umgekehrt ist: Oben am Berg ist es oft milder und sonnig, während unten im kühlen Grazer Becken die Luft steht und sich Nebel sowie Schadstoffe sammeln. Das Grazer Becken neigt wegen schwacher Winde oft zu windarmen Lagen.









