Vor den Landtagswahlen erlebt Sachsen-Anhalt eine große zivilgesellschaftliche Mobilisierungswelle gegen rassistische und antidemokratische Parteien. Daran beteiligt ist eine Vielzahl von Menschen aus unterschiedlichen politischen Lagern und mit unterschiedlichen Lebensgeschichten. Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt ist geprägt von diffamierenden und entmenschlichenden Aussagen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund, einer Gruppe, deren eigene Stimme aufgrund von politischen Repressionen oft wenig Gehör findet. Umso bedeutender war der am 27.08.2026 organisierte Migra-Streik in Magdeburg. Insgesamt über 120 migrantische Geschäftsinhaberinnen hatten von 10-15Uhr ihre Läden geschlossen, verbunden mit der Forderung nach einer freien und demokratischen Gesellschaft und einer Politik, die Migration nicht zum Sündenbock aller Probleme deklariert.
Parallel zum Streik fand vor dem Landtag in Magdeburg eine Kundgebung statt. Die Tagesaktuelle Redaktion von Radio Corax war vor Ort, im Gespräch mit der Organisatorin Dilek T. und Saaeid Saaeid vom Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt, über Solidarität, Menschenwürde und die Zukunft des Bundeslandes. Mit Stimmen von Ver.di, LAMSA, und PassantInnen. Der Migra-Streik in dieser Form ist in Sachsen-Anhalt einzigartig und Deutschland eine Besonderheit.












