Eleonore Witoszynskyj wird 1941 geboren und verbringt ihre Kindheit in Wien-Ottakring auf autofreien Straßen – tempelhüpfend, über Mauern kletternd und mit Knöpfen spielend. An der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in der Siebeneichengasse des 15. Wiener Gemeindebezirks lernt sie Klavier und das Fach Rhythmik/Musik- und Bewegungspädagogik kennen. Während ihrer Zeit als Horterzieherin verbringt sie – mit Hilfe eines Stipendiums und dank eines Sonderurlaubs – ein Semester in Zürich, um bei der Rhythmik-Pionierin Mimi Scheiblauer (1891-1968) zu studieren. Sich bewegen zu dürfen, wie sie will, ist für Eleonore völlig neu und nach den streng vorgegebenen Pflichtübungen der Boden- und Schwungseilgymnastik ein bemerkenswerter Freiraum. Ab 1961 ist sie Teil des ersten Jahrgangs im Studiengang Rhythmik, den Rosalia Chladek (1905-1995) gemeinsam mit Brigitte Müller (1904-1993) in Wien wieder zu begründen beginnt. Zeitgleich übernimmt Witoszynskyj die Rhythmik-Einheiten an ihrer ehemaligen Schule in der Siebeneichengasse und erhält ab 1968 einen Lehrauftrag an der heutigen Universität für Musik- und darstellende Kunst. 1987 schließt sie das Diplomstudium Erziehungswissenschaften ab und absolviert eine Ausbildung zur Bewegungsanalytischen Tanztherapeutin bei Cary Rick. 2017 verabschiedet sie sich in den Ruhestand und bekommt 2018 die Ehrenmitgliedschaft des Instituts für Musik- und Bewegungspädagogik (MBP/Rhythmik) für ihre Verdienste verliehen.
Příspěvek
Rhythmik als Stimulans für Persönlichkeitsentwicklung durch Musik und Bewegung – zwischen künstlerischer Gestaltung und Heilpädagogik.
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