Überall entstehen heute Initiativen, die anders wirtschaften, lernen, produzieren und mit Natur umgehen wollen. Doch warum bleiben so viele von ihnen trotz ihrer guten und vernünftigen Ideen gesellschaftlich marginal? Diese Sendung geht der Frage nach, was der bestehenden Ordnung ihre erstaunliche Beharrungskraft verleiht. Banken, Unternehmen, Verwaltungen, Wissenschaft, Recht und Politik folgen jeweils ihren eigenen Rationalitäten – und erzeugen gerade dadurch gemeinsam eine Welt, in der das Bestehende wahrscheinlich und das Abweichende unwahrscheinlich wird. Selbst gute Ideen und sinnvolle politische Initiativen stoßen an Grenzen, wenn der gemeinsame Lebenszusammenhang niemandes eigentliche Sache ist.
Ausgehend von einer britischen Untersuchung über rund zweitausend « marginalen » Organisationen, die allesamt bereits an „alternativen Zukünften“ arbeiten, fragt die Sendung deshalb nach effektiven Wegen, gegen dieses « Feld der Beharrung » ein Feld des Wandels aufzubauen: hier entsteht die Notwendigkeit nach Orten und Beziehungen, in denen getrenntes Wissen zusammenkommt, neue Lösungen entdeckt werden können und Erfahrungen nicht mit dem nächsten Projektende wieder verschwinden.
Bioregionen – die wir in der letzten Sendung so eingehend vorgestellt haben . könnten dafür einen besonderen Raum bilden – nicht als neue Verwaltungsgrenzen, sondern als konkrete Lebenszusammenhänge, die wieder gemeinsam gestaltbar werden. Transformation hieße dann nicht nur, gegen das Alte zu kämpfen oder auf die große politische Entscheidung zu warten, sondern Schritt für Schritt eine andere Wirklichkeit tragfähig und damit auch wahrscheinlicher zu machen











