Eine oft vergessene und spät anerkannte Gruppe der Verfolgten des Nationalsozialismus sind die als asozial und/oder sexuell verwahrlost Betitelten. Dieses Stigma traf im großen Maße auch junge Menschen, die unter dieser Betitelung oftmals in sogenannte Jugendschutzlager inhaftiert worden sind und dort Zwangsarbeit, oftmals bis zum Tod verrichten mussten. Und doch wird diese Gruppe der Verfolgten erst seit 2020 offiziell von der Bundesregierung als Opfer des NS-Regimes anerkannt. Über die Dimensionen und Kontinuitäten dieser Verfolgung sowie den langen Weg zur Anerkennung sprach Konsti aus der tagesaktuellen Redaktion mit Prof. Dr. Esther Lehnert. Sie lehrt seit mehr als 10 Jahren an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin zur Theorie, Geschichte und Praxis sozialer Arbeit. Sie promovierte zur sozialen Arbeit im Nationalsozialismus und forscht u.a. zu den Themen Gender und Rechtsextremismus sowie Jugendhilfe/Heimerziehung in der BRD und DDR.
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Kontinuität der NS-Verfolgung als „assozial, arbeitsscheu und sexuell verwahrlos“
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