Gesellschaftliche Ungleichheit macht sich auch im Kinder- und Jugendalter bemerkbar: die “soziale Schere” klafft hier nicht nur finanziell, sondern beim Zugang zu Ressourcen aller Art (Bildung, soziale Kontakte, Sichtbarkeit im öffentlichen Raum…) stark auseinander. Wo gerade eine entscheidende Lebensphase der Identitätsbildung Sicherheit erfordern würde, dominieren oft Druck und Unsicherheit. Wo sind Jugendliche heute mit Sparmaßnahmen und zusätzlichen finanziellen Belastungen konfrontiert? Welche Schwierigkeiten ergeben sich besonders in ländlichen Tourismusregionen?
Im Jugendmonitor der AK Wien vom Juli 2026 wird deutlich, dass ein wichtiger Faktor die Zuversicht von jungen Menschen ist: nur wer zuversichtlich in die Zukunft blickt, beteiligt sich an demokratischen Prozessen. Gleichzeitig ist aber eben diese Zuversicht bei Jugendlichen durch ökonomische Einschränkungen besonders gefährdet, bei Jugendlichen mit weniger finanziellen Mitteln blicken nur 4 von 10 mit einer postiven Grundhaltung in die Zukunft. Zuversicht ist also nicht nur eine soziale Frage, sondern auch ein demokratiepolitisches Verantwortungsfeld.
In dieser Sendung spricht Mathias Peneder, Sozialarbeiter und Streetworker in Bad Ischl, mit Interviewgästen über aktuelle Herausforderungen für Jugendliche.
Zu Wort kommen:
Malena Haas, Mitherausgeberin des Jugendmonitors der AK Wien
Rainer Götzendorfer, Ausbildner beim VSG (Verein für Sozial- und Gemeinwesenprojekte) in der AusbildungsFit FACTORY
Christine Schilcher, Klinische- und Gesundheitspsychologin mit Fokus auf Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie
Flo, Elisa und Pavo, 3 Berufsschüler:innen der Berufsschule Attnang, Lehre für Mechatronik
Die wichtigsten Erkenntnisse: DIE Jugend gibt es nicht.
Belastungen sind ungleich verteilt. Sie üben auf jene mehr Druck aus, die sich kaum durch einen ökonomischen Polster schützen können (Stichwort Teuerung).
UND – Jugendliche und junge Erwachsene benötigen Zugang zu geschützten Räumen, um sowohl Zuversicht als auch Zugang in die Arbeitswelt zu entwickeln. Wenn wir bei dieser Gruppe auch noch Sparmaßnahmen ansetzen, wären wir nicht nur ganzschön blöd, sondern es käme uns auch ganzschön teuer!
Gestaltung: Mathias Peneder, Streetwork Bad Ischl
Redaktionelle Unterstützung: Andrea Csiki-Keil
Eine Produktion des Freien Radio Salzkammergut









