„Der Klimawandel entscheidet darüber wie wir leben, der Artenschwund entscheidet ob wir leben“, so beurteilen Forschende, Sicherheitsexperten und zunehmend auch Professoren der Wirtschaftsuniversitäten die Umweltkrise, in die wir uns durch viele nicht nachhaltige Technologien und aufwändigen Lebensstil fahrlässig begeben haben.
Mag. Franz Sieghartsleitner geboren 1961 in Waldneukirchen. Studium der Rechtswissenschaft in Linz. Ab 1987 in Politik und Regionalentwicklung tätig. Mitinitiator des Nationalparks Kalkalpen. Gründungsmitglied und Geschäftsführer des Vereines Eisenstraße OÖ bis 1998. Organisator der dezentralen Landesausstellung „Land der Hämmer“. Seit 1999 Kommunikations- und Medienverantwortlicher in der Nationalpark Kalkalpen Verwaltung. Autor mehrerer Wander- und Mountainbikeführer sowie Bücher über den Natur- und Kulturraum der Eisenwurzen.
Ausschließlich intakte Ökosysteme können sauberes Wasser, saubere Luft und vitale Lebensmittel liefern, Klima und Erosion regulieren und zur Eindämmung von Krankheiten beitragen.
Da es keine Reserveerde gibt, und es ist auch noch nicht zu spät ist etwas zu tun, sollten wir uns aktiv am Reparieren und Erhalten unserer Lebensgrundlagen und der uns so bereichernden Artenvielfalt beteiligen. Europa- und weltweit gibt es schon viele Initiativen die aktiv sind und erstaunliche Erfolge verzeichnen. Aus etlichen Bächen und Flüssen wurde das Gift herausgeholt und Begradigungen wurden aufgehoben. Die Fischbestände in den Meeren haben sich erholt und zwar wegen der globalen Maßnahmen gegen Überfischung. Bei den afrikanischen Savannenelefanten haben die Artenschutzabkommen geholfen Wilderei und Elfenbeinhandel einzudämmen. Die Population hat sich verdoppelt.
Im Nationalpark Kalkalpen stellen wir fest, dass sich durch die Renaturierung der Waldflächen beinahe alle stark gefährdeten Arten erholen und diese nun in höheren Populationen vorkommen. An diesen exemplarischen Beispielen können wir erkennen, dass ein aktives Handeln zu etwas Gutem führen kann.
Und jeder einzelne von uns kann viel tun, bspw. sich fragen wie man sich ernährt. Regional? Biologisch? Und dann ist da noch etwas Entscheidendes passiert. Die Europäische Union einigte sich auf das Wiederherstellungsgesetz der Natur. Nun müssen alle europäischen Länder einen Wiederherstellungsplan erstellen, um Teile unserer Natur, die Ökosysteme, die Böden, Moore und gefährdeten Lebensräume wiederherzustellen. Dieses Gesetz ist ein tolles Versprechen an unsere Jugend. Begreifen wir unsere Artenvielfalt als etwas Verbindendes, als Voraussetzung des Lebens, sie ist unsere wichtigste Sicherheitsinfrastruktur.






