Die Nachwirkungen des Nazi-Regimes aus weiblicher Sicht

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  • 2013.03.27_1800.10-1850.10__Frozine
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1. Welspride

„Wir“ Österreicher/innen sind es gewöhnt, dass Zivilcourage so gut wie nicht existiert. Als Jüdin in Wien aufgewachsen, ist es für mich weiters normal, nur bestimmten Menschen gegenüber offen zu sein. Darüber nachzudenken, ob es „sicher“ ist, Familienherkunft, religiöse Traditionen und Gewohnheiten zu erwähnen oder gar zur Diskussion zu stellen, und doch die meiste Zeit darüber zu schweigen bzw. so zu tun als gäbe es diesen Aspekt meiner Persönlichkeit gar nicht, ist Alltag. […] Der Wissensstand in Österreich ist erschreckend niedrig; die größten „Kritiker“ Israels waren noch nie im Land und die vehementesten Gegner von „Religion, egal welcher“, sind zu Weihnachten bei Mama und Papa. [aus: Hannah Fröhlich «Von Wien»]

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