„Aktion 20.000“ – Interview mit AK-Präsident Johann Kalliauer

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Die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung hat mit 1.1. zwei Maßnahmen für den Arbeitsmarkt gestoppt. Zum einen wurde die „Aktion 20.000“ für ältere Arbeitslose mit 31. Dezember 2017 ausgesetzt, und der Beschäftigungsbonus läuft vorzeitig mit 31. Jänner 2018 aus. Der weitere Ausbau dieser Maßnahmen werde von der Bundesregierung als „nicht zielführend“ angesehen. Anträge beim AMS für die Aktion 20.000 sind somit nicht mehr möglich, bestehende Verträge sind jedoch nicht betroffen. Somit wurde die Aktion 20.000 quasi vor dem eigentlichen Start schon wieder eingestellt, denn bisher gab es nur Modellregionen (in OÖ die Bezirke Linz und Urfahr-Umgebung).

AK-OÖ Präsident Johann Kalliauer spricht im Interview über die Situation älterer Langzeitarbeitsloser Menschen und welche anderen arbeitsmarktpolitischen Förderungsmöglichkeiten für ältere Langzeitarbeitslose sinnvoll wären. Außerdem geht es um die von der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung geplante Abschaffung der Notstandshilfe und daraus resultierend die angedachten Vermögenszugriffe bei Langzeitarbeitslosen, da diese dann in der Mindestsicherung landen würden. Die Arbeiterkammer lehnt den Zugriff auf das „Vermögen“ (damit sind alle Ersparnisse > 4.900 Euro gemeint, u.U. auch eine Eigentumswohnung oder ein eigenes Auto) strikt ab: „Damit werden keine Probleme gelöst, sondern es werden nur Menschen, die ohnehin in einer schwierigen Situation sind, quasi enteignet“, so AK-Präsident Kalliauer.

 

Ausgestrahlt im FROzine am 11.1.2017

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