Weg aus Linz

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  • 2018.02.21_1800.10-1850.10__Frozine
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Die Vertreibung einer Linzer Familie nach dem Anschluß 1938 wurde 2012 in einem Kinderbuch thematisiert. Nun ist daraus auch ein Bühnenstück geworden.

Ilse Rubinstein wurde im November 1928 in Linz geboren. Sie war oft krank, führte aber ein behütetes Leben. Am liebsten spielte sie im Volksgarten, ging mit ihren Eltern am Freinberg spazieren oder aß in einer Linzer Konditorei leckere Mehlspeisen. Erdbeerschiffchen und Indianerkrapfen waren ihre absoluten Lieblinge.

Mit dem Einmarsch Hitlers in seine „Heimatstadt“ änderte sich schlagartig sehr viel für das damals neunjährige Mädchen. Plötzlich durfte ihre beste Freundin nicht mehr mit ihr spielen, ein fremder Mann kam und nahm sich einfach ein wertvolles Bild von der Wand, die Eltern verloren Geschäft und Wohnung und der Vater wurde ins Konzentrationslager Dachau gebracht.

Dennoch gelang der Familie noch rechtzeitig die Flucht nach Shanghai, von wo Ilse mit ihrer Mutter im Februar 1949 in den jungen Staat Israel übersiedelte.

Die Geschichte von Ilse wurde in einem 2012 erschienenen Kinderbuch festgehalten. Nun ist daraus auf Initiative der neunjährigen Hannah Buchholz (Linz) eine szenische Lesung entstanden. Umgesetzt von ihrer Mutter Bettina, Schauspielerin am Linzer Landestheater, ihrer Schwester Helene und Hannah selbst. Premiere dieser szenischen Lesung ist am Sam. 10. März im Theater Tribüne in der linzer Eisenhandstraße.

Bettina und Helene Buchholz sind heute im FROzine zu Gast und geben Auskunft über Ihre Annäherung an den Stoff und die Umsetzung.

Zum nachhören:

Radio FRO hat sich bereits 2012, beim Erscheinen des Kinderbuches, mit diesem beschäftigt. Die damals entstandene Sendung kann hier nachgehört werden.

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