Alle in einem Boot – die globale Krise

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Radio AugartenStadt
  • Alle in einem Boot
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Freiheit der Poesie in einer verengten Welt
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Czernowitz und Bukowina: Spielball vieler Machtblöcke
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Die Kalinago: die letzten Indigenen der Karibik
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Die Geschichte eines Kindes: Angelica Bäumers Kindheit 1932-1945
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Das Recht auf analoges Leben
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Die Wiener Schule der Ökonomik
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150 Jahre Wiener Wasser
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Kulturtransformation und Weltübergang
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Die Krise des Westens als Krise der Neuzeit?

Der Schriftsteller Ilija Trojanow betrachtet in einem Gespräch mit Moderatorin Andrea Hiller die Krise und das aktuelle Ungleichgewicht aus der globalen Perspektive und in seinen komplexen Zusammenhängen: Kontrollmechanismen, Überwachungsmethoden, staatlich gelenkter Kapitalismus, Philantrokapitalismus, Lobbyismus, globale Produktions- und Güterketten, industrielle Landwirtschaft, grenzenlose Mobilität sowie strukturelle Ausbeutung und Gewalt. In seinem aktuellen Buch „Die Doppelte Spur“ beschreibt er das globale Netzwerk aus Korruption, Betrug und Machtmissbrauch. „Die enormen Summen, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten in der Geldwäsche, in der illegalen Wirtschaft verschoben werden, haben zu einer Konzentration von Vermögen und Macht geführt, die atemberaubend ist … und wir erleben zunehmend, dass diese oligarchische Schicht über dem Gesetz steht und eigentlich fast unangreifbar ist.“
Zu den Lehren aus der Corona-Krise schreibt Trojanow: „Krise, gewiss das Wort des Jahres 2020, bedeutet in der griechischen Urform krísis laut Duden „Entscheidung, entscheidende Wendung“. Eine Chance somit, die jetzigen Zumutungen und Herausforderungen für grundsätzliche Verbesserungen zu nutzen. … Denn ein Land, ein Weltsystem, das von einem Virus so schnell in die Knie gezwungen werden kann, war schon davor krank. … Das, was sich Wohlstand nennt, basiert auf einer noch nie dagewesenen Ausbeutung von Natur und Mensch.“ (taz, April 2020)

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