Über Jugendobdachlosigkeit & Gewaltpotential in OÖ

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Die Sendereihe STADT – LAND im Fluss vom Freien Radio Freistadt widmet sich diesmal dem Thema der Jugendobdachlosigkeit. Außerdem: FROzine-Redakteurin Sophia Dessl bringt einen Einblick in die Jahresbilanz des Gewaltschutzzentrums OÖ.

STADT – LAND im Fluss spricht über Jugendobdachlosigkeit

Jugendobdachlosigkeit ist für viele nicht sichtbar – Viele Menschen vermuten oft gar nicht, dass es Jugendobdachlosigkeit gibt, schon gar nicht am Land. Wenn überhaupt dann sind es Punks und Drogenkranke, die man gleich mal bei Jugendobdachlosigkeit im Kopf hat. Aber auch dieses Bild hat sich im Laufe der Zeit verändert. Fakt ist: Jugendobdachlosigkeit gibt es. Notschlafstellen werden von vielen Jugendlichen benötigt.

Aber sind die Gründe und die Probleme der Jugendlichen warum sie eine Notschlafstelle aufsuchen in Stadt und Land die gleichen? Und wie sieht das eigentlich mit den dazu passenden Betreuungsangeboten aus? Wir haben nachgefragt, bei:
Wolfgang Waldburger. Er ist Teamleiter von UFO, der Notschlafstelle für Jugendliche in Linz. Und bei Julia Hernandez vom Verein I.S.I., streetwork Freistadt.

In der Rubrik Zuagroaste-Weggezogene-Zurückgekommene: Wolfgang Prinz

Mit freundlicher Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union – Leader-Region Mühlviertler Kernland

Unerfreulich – Die Jahresbilanz des Gewaltschutzzentrums OÖ

Die statistische Bilanz des Gewaltschutzzentrums OÖ zeichnet kein gutes Bild. Nicht erst seit dem ersten Lockdown warnen verschiedenste Institutionen vor steigender häuslicher Gewalt. Die Corona-Krise und ihre Konsequenzen bringen reichlich nahrhaften Boden dafür mit sich: Das ständige Zusammensein in den eigenen vier Wänden in ohnehin schon konfliktreichen Beziehungen. Der Druck, die Arbeit zu verlieren. Die Arbeit vielleicht schon verloren zu haben und dadurch ausgelöste finanzielle Ängste. Und sowieso einfach die Angst vor einer ungewissen Situation wie dieser.

2020 hat es in Oberösterreich um 19% mehr Gewaltvorfälle mit Polizeieinsatz gegeben, die Zahl der vom Gewaltschutzzentrum betreuten Personen ist um 8% gestiegen. Besonders erschreckend: Gewalt durch Eltern an den eigenen Kindern ist im Vergleich zum Vorjahr um 49% gestiegen.

„Die Pandemie ist nicht die Ursache für Gewalt“, sagt Eva Schuh, Geschäftsführerin des Gewaltschutzzentrums OÖ. „Es muss schon Gewaltpotential da sein“. Eine sehr interessante Perspektive, auf die Sophia Dessl neben den Zahlen von 2020 im Interview mit Eva Schuh einen Blick wirft.

 

Moderation: Astrid Dober

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