Von diesen EU-Ländern kann Österreich lernen, wie man Femizide verhindern kann.

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Der Gewaltschutz für Frauen in Österreich ist unzureichend. Aber es geht auch anders. Romana Greiner, Vorsitzende des Frauenkomitees der Sozialistischen Jugend Wien und der Bundesjugendvertretung, hat recherchiert. Es gibt EU-Länder, die mit gutem Beispiel voran gehen. Sie zeigen, wie man Frauenmorde und Gewalt an Frauen sogar verhindern kann. Spanien ist so ein Beispiel, dort wurden Eilprozesse eingeführt. Wenn Frauen ihren Partner anzeigen, werden beschleunigte Prozesse eingeleitet, Richter*innen können innerhalb von 72 Stunden ihr Urteil fällen. Dadurch wurde es geschafft die Zahl an Frauenmorden drastisch zu reduzieren. Von 71 Morden im Jahr 2003 ist die Zahl im Jahr 2018 auf 48 Frauenmorde zurückgegangen.

Wie sicher sind Frauen in Österreich?

Die meisten Frauen kennen diese Angst, wenn sie spät am Abend heimgehen. Auch Romana als sie nach Wien zog. Sie hat oft gedacht es „könnt jetzt irgendwas passieren“. Allerdings liegt die Gefahr oftmals in den eignen vier Wänden: Laut polizeilicher Kriminalstatistik werden Frauen am häufigsten von ihren (Ex-) Partnern oder von Familienmitgliedern ermordet. In Österreich sind in diesem Jahr, bis zum 27.6.2021, bereits 15 Frauen ermordet worden. Im Vergleich mit anderen EU-Ländern wird sichtbar, dass Länder wie Spanien, Großbritannien und Deutschland wirksame Maßnahmen zum Schutz von Frauen einsetzen, während die türkis-blaue Regierung seit 2018 das Budget von über 400 wichtigen Beratungsstellen und Frauenschutzorganisationen massiv gekürzt hat.

Junge Frauen werden gemeinsam laut!

Am Platz der Menschenrechte in Wien, setzten verschiedene Jugendorganisationen, am 4.5.2021 ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Gemeinsam sind Vertreter*innen der Muslimische Jugend Österreich, der Bundesjugendvertretung, der SJ, der Junos, des Black Voices Volksbegehren, Mireille Ngosso laut, so auch Romana Greiner. Das gemeinsame Anliegen war es, darauf hinzuweisen, dass Frauenmorde nur die Spitze einer Gewaltperiode von einer ungleichen Machtpyramide sind. Greiner „Solange Frauen in Gewaltbeziehungen verharren müssen, weil sie vom Mann finanziell abhängig sind, müssen wir als Gesellschaft dieses Problem mittragen“ so Greiner.  Denn es steht fest: „Wir jungen Frauen, wollen das nicht, es ist unmöglich zu sagen, so ist es halt. Wenn der politische Wille da ist, kann man es ändern.“

Sendungsgestaltung: Anita Pitsch

Im Gespräch mit: Romana Greiner, Frauensprecherin der sozialistischen Jugend und der Bundesjugendvertretung, studiert und arbeitet in Wien

Webtipps: https://www.facebook.com/gazalvienna // https://www.frauenhaeuser-wien.at/hilfe.htm // https://www.wien.gv.at/menschen/frauen/stichwort/gewalt/beratung.html

Musik: Gazal Köpf,  Kurz Rapp „Femizide“  https://www.facebook.com/gazalvienna Yasmo & die Klangkantine, „Girls just wanna have fun“ Christina Aguilera, “Can’t hold us down”

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