Splitter Saalfelden 2022

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Glasperlenjazz
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...und man wundert sich…

Besonders heiß her gings in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Pussy Riot performten im Nexus, was bei vielen Anwesenden doch deutliche Betroffenheit auslöste.Auf der Mainstage hingegen das letzte Konzert, das circa um 23 Uhr startete, mit einer mir bis dato unbekannten Formation namens „Isaiah Collier and The Chosen Few“

Was könnte besser zum Sendedatum passen?

Kurz erklärt: Am Freitag, dem 23. September , drei Stunden nach der Sendung wird der Geburtstag John Coltranes sich jähren. An diesem 23. September der Vorjahres, zum 95-ten Geburtstag Coltranes spielte Isaiah Collier mit den  Chosen Few die CD „Cosmic Transtitions“ ein. Und das auch nicht irgendwo, sondern im Rudy van Gelder Studio, an dem Ort und sogar teilweise mit dem Equipment, wo das John Coltrane Quartet im Jahr 1964 „A Love Supreme“ , die vielleicht ultimative Jazz-Aufnahme der Geschichte eingespielt hat.

Jetzt könnte man meinen, dass sich hier jemand in epigonaler Form am Erfolg dieser Ikone weiden möchte. Aber dem ist nicht so, auch wenn man meint hier Zeuge einer Art Reinkarnation zu werden.  Isaiah Collier durchmisst wie Trane Zeit und Raum, Form und Auflösung, Blues, Hardbop und Free. Unglaublich nicht nur die Leistung und Abgeklärtheit des Chicagoers und seiner Band; unglaublich auch sein Alter! Dreiundzwanzig !?

Bis um ein Uhr Morgens mäandrierte die Formation in einer unglaublichen Dichte und Intensität, die als Realität nicht zu erfassen sondern nur zu erleben war. Ein großer und denkwürdiger Abend, der meine Sehnsucht, John Coltrane einmal wirklich live erlebt zu haben, tief berührt hat.

Der größte Teil der Sendung geht also an Isaiah Collier und die „Chosen Few“ mit ihrem Album „Cosmic Transtition“

Aber es bleibt noch Zeit für ein schönes, eher kontemplatives Ende mit einem Musiker, der mich auch heuer in Saalfelden sehr berührte: Vincent Courtois; beseelter französischer Cellist. Ihn werden wir in zwei unkonventionellen Trios hören.

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