Mobilmachung. Über das Private

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Buchpremiere. Autorin Margit Schreiner war bereits Mitte September im StifterHaus, um ihr neues Buch vorzustellen: dazu im Anstifter Ausschnitte aus der Lesung und aus dem Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl.

 

„Jedes Neugeborene lebt vor der Erfindung der Zeit. Ich fühlte bereits nach den ersten paar Zellteilungen, dass etwas Großartiges entstanden war, und wanderte in Form einer winzigen Brombeere zur Gebärmutter, in der ich mich einzunisten gedachte. Ich muss gestehen, dass ich ihre neutrale Liebenswürdigkeit, mit der sie mir ein kuscheliges Plätzchen schuf, der späteren, doch sehr von Launen gesteuerten wirklichen Mutter vorzog.“

 

Im neuen Buch erwartet uns ein echter Perspektivwechsel, aber auch Fragen nach realen gesellschaftspolitischen Begebenenheiten, die Margit Schreiner in ihrer Literatur stets mit reflektiert. Ausschnitte aus der Lesung und Fragen der Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl an die Autorin im November-Anstifter zu hören. Die Veranstaltung ist zum Nachsehen in voller Länge auch auf dorftv zu finden. Das Buch „Mobilmachung. Über das Private“ ist bei Schöffling & Co aufgelegt worden.

 

MARGIT SCHREINER, geboren 1953 in Linz, Studium der Germanistik und Psychologie in Salzburg. Lebt nach langjährigen Aufenthalten in Tokio, Paris, Rom und Berlin derzeit im Waldviertel. Buchveröffentlichungen u. a.: „Haus, Frauen, Sex“, 2001; „Heißt lieben“, 2003; „Die Eskimorolle“, 2004; „Buch der Enttäuschungen“, 2005; „Geschichten vom Bruno“, 2005; „Haus, Friedens, Bruch.“, 2007; „Schreibt Thomas Bernhard Frauenliteratur?“, Essays, 2008; „Die Tiere von Paris“, 2011; „Das menschliche Gleichgewicht“, Roman, 2015; „Kein Platz mehr“, Roman, 2018; „Sind Sie eigentlich fit genug? Mehr über Literatur, das Leben und andere Täuschungen“, Essays, 2019; „Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen. Über das Private“, 2021; „Mütter. Väter. Männer. Klassenkämpfe. Über das Private“, 2022. Preise und Auszeichnungen, u. a.: Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Literatur 2004, Kunstwürdigungspreis der Stadt Linz 2006, Österreichischer Würdigungspreis für Literatur 2010, Johann-Beer-Literaturpreis 2015, Heinrich-Gleißner-Preis 2015, Anton-Wildgans-Preis 2016; Mit „Kein Platz mehr“ war sie 2018 für den Österreichischen Buchpreis nominiert.

DANIELA STRIGL, geboren 1964 in Wien, Studium der Germanistik, Philosophie, Geschichte, Theaterwissenschaft. Essayistin, Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin, seit 2007 am Institut für Germanistik der Universität Wien tätig.

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