Meldungen 28.02.24

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Angriffe gegen Presse - FPÖ in Wien
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Gaming und Cosplay auf dem Button-Festival

5 Femizide an einem Tag in Wien
Innerhalb von 24 Stunden wurden so viele Frauen von Männern in Wien getötet wie im gesamten Jahr 2023.
Am vergangenen Freitagmorgen wurden in Wien Erdberg eine Mutter und ihre Tochter tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Polizei geht von einem Doppelmord im familiären Umfeld aus. Drei Frauen wurden wenige Stunden später in einem Lokal in Wien Brigittenau brutal ermordet.
Im Jahr 2023 kam es österreichweit zu 26 Femiziden und zusätzlich zu 51 Mordversuchen bzw. Fällen schwerer Gewalt an Frauen. Gewalt an Frauen ist ein strukturelles und gesamtgesellschaftliches Problem. Österreich ist das einzige Land in der EU, in dem mehr Frauen als Männer durch Männerhand getötet werden, schreibt der Verein autonomer Frauenhäuser in einer Presseaussendung. Sie fordern eine Stärkung des Opferschutzes für gewaltbetroffene Frauen.
Die Frauenministerin Susanne Raab sieht hingegen keinen Handlungsbedarf, die Grünen in Wien fordern unterdessen einen Gewaltschutzgipfel.

In der nächsten Meldung wird wieder deutlich wie wenig Gewalt und schwere Drohungen gegen Frauen von der Exekutive ernst genommen werden.
Wie der Standard am Mittwoch dem 28.2. berichtete, wurde im Bezirk Villach-Land ein illegales Waffendepot eines 62jährigen Mannes ausgehoben, der davor seine Ehefrau schwer bedroht hat. Einem Bekannten hatte er eine Patrone gezeigt, die für seine Frau bestimmt war. Trotz der gefährlichen Drohung und den Waffen, wurde der Mann auf offenem Fuß angezeigt.

Erneut Proteste gegen Netanjahu in Israel
Tausende Menschen haben am 21. Februar in Tel Aviv gegen den israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu protestiert. Sie forderten ein sofortiges Ende des Krieges und eine Rückkehr der von der Terrororganisation Hamas im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln. Proteste gab es auch in der Hafenstadt Haifa und vor der Residenz des Premiers in Jerusalem, so berichtete der Tagesspiegel. Während in Israel die Rufe nach Neuwahlen laut werden, gibt es auch international Kritik an Natanjahus rechtsextremer Politik. „Die Weigerung, eine Zweistaatenlösung für Israelis und Palästinenser zu akzeptieren, und die Verweigerung des Rechts auf Staatlichkeit für das palästinensische Volk sind inakzeptabel“, sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres, auch Frankreichs Außenminister meint „Die Palästinenser haben das Recht auf Souveränität und auf einen Staat“.

Putin Kritiker Nawalny in russischem Gefängnis verstorben
Das Foto ging um die Welt: Mit grüner Mammut-Jacke und violettem Mund-Nasen-Schutz stand Alexej Nawalny am 17. Jänner 2021 im Flugzeug, das ihn zurück nach Russland brachte. Um den Juristen und Oppositionspolitiker herum Kameras und die Aufmerksamkeit ungläubiger Beobachter in den internationalen Medien. Wenige Monate zuvor hatte das Regime von Kreml-Chef Putin versucht, ihn zu vergiften. Auf internationalen Druck hin nach Deutschland evakuiert, entging er in der Berliner Charité nur knapp dem Tod. Nach seiner Genesung entschloss er sich zur Rückkehr. Freiwillig. Heute erreicht uns mittags die Meldung, dass der schärfste Kritiker Wladimir Putins tot ist, gestorben in einem russischen Gefängnis. Der 47-Jährige hat heute den ultimativen Preis für seine tiefsten Überzeugungen bezahlt.

Denn eine Frage kehrt seit diesem kalten Jännertag im Jahr 2021 immer wieder: Warum? Warum kehrte Nawalny zurück in jenes Land, das ihn ermorden wollte. Vor wenigen Wochen, am Jahrestag seiner Rückkehr und Verhaftung am Moskauer Flughafen, gab er auf Instagram erneut eine Antwort:

„Vor genau drei Jahren kehrte ich nach einer Behandlung nach einer Vergiftung nach Russland zurück. Wurde am Flughafen verhaftet. Und hier sitze ich seit drei Jahren. Und seit drei Jahren beantworte ich dieselbe Frage. `Warum bist du zurückgekommen?` Es gibt keine Geheimnisse oder Pläne. Es ist wirklich so einfach. Ich habe mein Land und meinen Glauben. Und ich möchte weder das Land noch den Glauben aufgeben. Und ich kann weder das erste noch das zweite verraten. Wenn dein Glauben etwas wert ist, musst du bereit sein, für ihn zu stehen. Und wenn nötig, bringst du ein paar Opfer. Und wenn du nicht bereit bist, dann hast du keine Überzeugungen. Du denkst nur, dass sie existieren. Aber das sind keine Glaubensrichtungen und Prinzipien, sondern nur so Gedanken im Kopf.“

https://www.zeit.de/politik/ausland/2024-02/russland-alexej-nawalny-julija-nawalnaja-wladimir-putin

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