WiderstandsChronologie 1. bis 20. Mai 2024

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WiderstandsChronologie
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WiderstandsChronologie 21. Jänner bis 3. Feber 2024

+++ Gedenken an Marcus Omofuma +++ MAYDAY +++ Hausbesetzung Harmoniegasse +++ Initiative Sommerpaket +++ Großprotest der Letzten Generation +++ Tag der Freude +++ ME/CFS +++ IDAHOBIT +++

 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie,
einem Rückblick auf Kundgebungen und Demonstrationen der letzten Wochen,
heute erstmals auf einem eigenen Sendeplatz. In den letzten acht Jahren gabs die WiderstandsChronologie als Beilage zur Sendereihe Radio Widerhall. Anfänglich erschien sie schriftlich seit dem Feber 2000 in der Zeitschrift TATblatt, dann lange Zeit online. Und ab heute ist sie an jedem dritten Montag im Monat um 20.30 auf ORANGE 94.0 zu hören.

Durch die unterschiedlichen Senderhythmen gibt es in dieser Ausgabe ein paar kleine Überschneidungen mit der letzten WiderstandsChronologie bei Radio Widerhall.

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1. Mai 2024: Gedenken an Marcus Omofuma

Rund 250 Personen gedachten am 1. Mai 2024 beim Omofuma-Stein am Platz der Menschenrechte in Wien Marcus Omofuma, der an diesem Tag vor genau 25 Jahren, also am 1. Mai 1999, bei seiner Abschiebung von der Polizei getötet worden war, indem er an seinen Sitz im Abschiebeflugzeug gefesselt worden war und ihm Mund und Nase verklebt worden waren, sowie aller Opfer von Abschiebungen und rassistischer Polizeigewalt. [Redenausschnitte]

►Die Reden auf der Kundgebung

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1. Mai 2024: MAYDAY-Parade

3500–4000 Personen beteiligten sich am 1. Mai an der heurigen #MAYDAY-Parade in Wien, vom Wallensteinplatz in den Prater, mit dem Motto „Stadt für alle“.
Rund 100 Demonstrant*innen ausgeschlossener trotzkistischer und/oder antisemitischer Organisationen verfolgten die MAYDAY-Parade zuerst mit etwas Abstand, hängten sich aber schließlich doch an die Demo an. [Redenausschnitte]

►Die Reden auf der Auftaktkundgebung am Wallensteinplatz und bei der Abschlusskundgebung im Venediger-Au-Park im Prater zum Nachhören

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1. Mai 2024: Räumung des besetzten Hauses in der Harmoniegasse

Während 3500–4000 Menschen auf der MAYDAY für eine Stadt für alle demonstrierten, ließ die Stadt Wien das seit mindestens 18. April besetzte Haus in der Alsergrunder Harmoniegasse von der Polizei räumen. Es dürfte keine Festnahmen gegeben haben. Nachdem auf der MAYDAY von der Räumung berichtet worden war, versammelten sich nach unterschiedlichen Informationen bis zu 150 solidarische Menschen vor dem Haus. [Redenausschnitt von der MAYDAY]

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3. Mai 2024: Initiative Sommerpaket

Rund 100 Personen demonstrierten am 3. Mai am Rathausplatz für eine ganzjährige Öffnung der Notquartiere für obdach- und wohnungslose Menschen, da mit Ende des „Winterpakets“ am 2. Mai mehr als 850 Menschen auf die Straße gesetzt worden waren. [Redenausschnitt von der MAYDAY]

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4. Mai 2024: „Großprotest“ der Letzten Generation

Am 4. Mai fand ein neuerlicher Großprotest der letzten Generation vor dem Parlament in Wien statt – für ein Grundrecht auf Klimaschutz und in Solidarität mit drei hungerstreikenden Klimaaktivist*innen in Deutschland. Wie viele am Großprotest der Letzten Generation in Wien genau teilgenommen haben, kann ich nicht verlässlich sagen. Als ich eineinhalb Stunden zu spät hingekommen bin, waren zwischen 250 und 300 Personen vor dem Parlament. 110 bis 120 von ihnen zogen später noch als ganz langsame Demonstration über die Ringstraße.

[Redenausschnitt]

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Ab 6. Mai 2024: Antiisraelisches Camp in Unicampus und Gegenproteste gegen Antisemitismus

Am 6. Mai wurde nach einer Kundgebung im Sigmund-Freud-Park ein israelfeindliches Protestcamp im Uni-Campus im alten AKH errichtet.
Dagegen protestierten am 8. Mai – nach Angaben von Bini Guttmann auf X/Twitter mehr als 100 – Menschen mit einer Kundgebung gegen Antisemitismus. Die Demonstrant*innen gegen Antisemitismus seien von der Polizei eingekesselt und mit Anzeigen bedroht worden, berichtete Guttmann.
Am 8. Mai um etwa 23.00 wurde das antiisraelische Camp von der Polizei geräumt. Dagegen protestierten Camp-Teilnehmer*innen und -Unterstützer*innen mehrere Stunden lang auf den umliegenden Straßen und am 9. Mai im Sigmund-Freud-Park.
Am 9. Mai fand auch eine weitere Kundgebung gegen Antisemitismus im Campus statt.

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8. Mai 2024: Feiern am Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus

Rund um den 8. Mai fanden wieder mehrere Versammlungen zur Feier des Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus statt. Die größte in Wien war wie jedes Jahr wohl das „Fest der Freude“ am Wiener Heldenplatz. Es dürften zwischen 1500 und 3000 Personen teilgenommen haben. Eine genaue Zählung war mir nicht möglich. Das Mauthausen-Komitee schreibt von mehr als 6000 Besucher*innen.
Das Fest der Freude findet seit 2013 jährlich am Heldenplatz statt. Bis 2012 durften am 8. Mai deutschnationale Burschenschaften und Neonazis am Heldenplatz aufmarschieren.

[Redenausschnitt]

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12. Mai 2024: Internationaler ME/CFS-Tag

Am 12. Mai machten 300–350 Personen mit der Österreichischen Gesellschaft für ME/CFS am Heldenplatz darauf aufmerksam, dass zehntausende schwer kranke Menschen mit ME/CFS in Österreich ohne medizinische und soziale Versorgung leben müssen. Sie forderten Aufklärung, Versorgung und Forschung. Jetzt! [Redenausschnitte]

►Die Reden auf der Kundgebung

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17. Mai 2024: Walk 4 IDAHOBIT gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie am 17. Mai in Wien

Am internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, dem 17. Mai, beteiligten sich rund 200 Personen am Walk for IDAHOBIT auf der Mariahilfer Straße. Mit dem Motto Queers Against Fascism sollte dabei auch ein Zeichen gegen den internationalen Rechtsruck gesetzt werden. [Redenausschnitt]

► Aufnahme der Reden (ohne Performances)

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Außerdem …

… gab und gibt es weiterhin …

… Fahrraddemos für eine Mobilitätswende so wie Radeln for Future an jedem ersten Freitag im Monat – am 3. Mai wurde im Rahmen des 3. Gürtel Bike Rides ein Rad-Schnellweg entlang des Gürtels gefordert – oder die Critical Mass an jedem dritten Freitag im Monat und einige mehr

… weitere Kundgebungen und Aktionen für Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe

… Proteste gegen die Regierung jeden Donnerstag um 18 Uhr am Platz der Menschenrechte,

… Kundgebungen für Freiheit für Julian Assange

… Mahnwachen und Kundgebungen der „Omas gegen rechts“

… Kundgebungen und Mahnwachen für die Befreiung der von der Hamas festgehaltenen Geiseln

… Mahnwachen für alle zivilen Opfer des Gaza-Kriegs,

… aber immer auch noch anti-israelische Demonstrationen

Und dann gibt es immer wieder auch einiges, von dem ich nichts mitbekomme.

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Das war die WiderstandsChronologie.

Wie schon eingangs gesagt: Die WiderstandsChronologie gibt es ab sofort jeden an jedem dritten Montag im Monat um 20:30 auf ORANGE 94.0 zu hören.

Laufende Updates gibt es im Internet auf nochrichten.net  oder auf widerstandschronologie.wien und auf X/Twitter, bluesky und Mastodon von nochrichten.

Von vielen Kundgebungen, von denen in der WiderstandsChronologie nur Ausschnitte zu hören waren, gibt es vollständige Aufnahmen im CBA, dem Archiv der freien Radios. Links dorthin findet ihr in der Sendungsbeschreibung auf o94.at und auf nochrichten.net und widerstandschronologie.wien.

Auf Wiederhören.

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