Zersiedelung zerstört Boden

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Am 24. September hat der oberösterreichische Umwelt- und Klimalandesrat Stefan Kaineder, gemeinsam mit der Raumforschungs- und Regionalentwicklungsexpertin Gerlind Weber der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien eine Pressekonferenz gegeben. Thema war, dass nur intakte, unverbaute Böden Schutz gegen Überschwemmungen liefern. In Oberösterreich wird aber immer noch viel Boden verbraucht. Täglich werden hier 21.000 m2 verbaut und fast die Hälfte davon komplett versiegelt.

Ein Problem des großen Flächenverbrauchs ist die Zersiedelung. Das bedeutet, dass Gebäude, Siedlungen, Straßen etc. immer weiter außerhalb von Siedlungskernen entstehen. Es gebe eigentlich schon genug Fläche, die aber teilweise nicht zur Verfügung steht, weil Wohnungen, Firmengebäude und ähnliches leer steht. In Oberösterreich sind es ca. 30.000 Wohnungen, die nicht bewohnt sind. Kaineder spricht sich für eine Leerstandsabgabe aus, um einerseits weitere Bodenverbauung zu stoppen und auch um Wohnungsnot und steigende Wohnpreise zu senken.

Gerlind Weber erklärt anhand einer Studie von Professor Helmut Haberl von der BOKU wie die Zersiedelung in den letzten Jahrzehnten vorangeschritten ist. Für Oberösterreich sind folgende Daten ermittelt worden: Von 1975 bis 2020 ist es zu einer Versechsfachung der hohen und sehr hohen Zersiedelung gekommen. Siedlungsraum entwickelt sich immer weiter in Außengebiete. Die weit gestreuten und wenig bebauten Siedlungen stiegen stark an. Dabei ist auch ein problematischer Aspekt, dass diese weitläufigen, kleinteiligen Siedlungen an ein Straßennetz angebunden werden müssen, was wiederum zu einer Versiegelung des Bodens führt.

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