Demut lernen: Kindheit in katholischen Kinderheimen in Tirol nach 1945

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KulturTon
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Im Rahmen des Forschungsprojekts „Studie zu Martinsbühel. Fremdunterbringung in katholischen Heimen in Tirol nach 1945″ hat sich Ina Friedmann zwei Jahre lang intensiv mit sieben katholischen Einrichtungen auseinandergesetzt: von Kinderheimen über Sonderschulheime bis zu Pflegeeinrichtungen. Gemeinsam war ihnen neben der katholischen Trägerschaft, dass es sich nicht um klassische Erziehungsheime handelte, der Umgang mit den in ihnen lebenden Minderjährigen sich aber in vielen Aspekten heim- und ordensübergreifend ähnlich gestaltete. In dieser KulturTon-Sendung spricht Ina Friedmann mit Marion Umgeher über ihre Arbeit und die Erkenntnisse daraus.

Neben Archivrecherchen wurden Interviews mit 75 Zeitzeug:innen – der Großteil von ihnen ehemalige Heimkinder – durchgeführt, deren Erinnerungen den Schwerpunkt des Buches darstellen. Mittels behördlicher bzw. institutioneller Dokumente werden regionale und kirchliche Strukturen, Vernetzungen, Finanzen und auch amtliche und heiminterne Beurteilungen der Kinder und ihrer Familien nachgezeichnet. Durch die Berichte der Betroffenen gelingt es zugleich ‚dahinter‘ zu blicken: In die Heime hinein mit ihrem Alltag, der Ausbildung, Freizeitgestaltung, aber auch Arbeitspflicht, Bestrafungen und Gewalt. Die Studie ist auch als Buch erschienen und verankert nun die erzählten Erfahrungen als Teil der Tiroler Zeitgeschichte.

Weitere Details zur Studie findet ihr hier.

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