Drei Göttinnen, die Erde und das Mensch sind die Protagonist*innen in der neuen UNPOP-Produktion

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  • Bericht von der Premiere von Gott ist 3 Frauen im Theater Kosmos von UNPOP
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Am Donnerstag, 27. Februar 2025 feierte das Stück „Gi3F (Gott ist drei Frauen)“ der Autorin der Autorin Kiki Miru Miroslava Svolikova Premiere im Theater Kosmos. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin Svolikova findet in ihren Stücken ganz neue Perspektiven auf aktuelle Themen, sie zeichnen sich durch eine klare Sprache, Intelligenz und Humor mit Tiefgang aus.

Drei Göttinnen probieren sich hier aus und experimentieren mit der Erde. Die Solidarität unter ihnen ist stark. Sie suchen nicht nach Schuldigen und sie können auch Fehler zugeben und versuchen auch diese zu korrigieren. Es gibt also noch eine Chance für die Erde, oder?

Die Erde ist der Spielball der Göttinnen. Das berührt die Erde allerdings nur am Rande. Sie besteht ja bereits seit über vier Milliarden Jahren und dreht sich beständig vor sich hin. Doch so ein, zwei Polsprünge verwirren sie doch. Hat sie wirklich noch 4,5 Milliarden Jahre Zeit vor sich? Oder schwindet ihre Lebenserwartung rapide? Warum aber?

Eine Kurzfassung der Menschheitsgeschichte erzählt uns das Mensch Jens. Das Mensch ist Opfer und Täter, Ursache und Wirkung zugleich. Ein großartiger Monolog über alles, was der Menschheit eingefallen ist, seit es über sie Aufzeichnungen gibt. Zum Glück finden die Göttinnen das Mensch doch irgendwie hauptsächlich nett. Sonst wäre es mit dem Experimentieren vielleicht doch bald vorbei.

Das Stück ausgewählt und auf die Bühne gebracht haben Stephan Kasimir als Regisseur und Caro Stark als Gestalterin von Bühne und Kostümen. Manuel Schwald zeigt kühles und warmes Licht. Dramaturg war Augustin Jagg. Die Darsteller*innen sind Barbara Novotny, Barbara Bauer, Sabine Lorenz, Claudia Seigmann und Christian Streit.

Eine runde Sache ist „Gott ist drei Frauen“, mit vielen Anregungen zum Weiterdenken und auch zum Lachen. Ebenso Freude machen die Bilder von Michaela Kessler, die im Kosmos Foyer zu sehen sind. Sie nennt ihre Zeichnungen „Fleshy Artefacts“, es sind nicht zuordenbare Formen, mal erinnern sie an Gliedmaßen, mal an ineinander verschlungene Körper. Das schenkt irgendwie Ruhe.

Zu sehen ist „Gott ist drei Frauen“ – und damit die Ausstellung „Fleshy Artefacts“ noch bis Mitte März 2025 im Theater Kosmos in Bregenz. Die genauen Termine findest du auf der Homepage des Theater Kosmos www.theaterkosmos.at und auf der Homepage des Ensembles für Unpopuläre Freizeitgestaltung www.unpop.at

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