Radio Študent zu Besuch

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Radio Študent ist eines der ältesten nichtkommerziellen Radios in Europa. Im Rahmen von STWST84x11 waren sie zu Besuch und haben über ihre Geschichte gesprochen.

 

Radio Študent wurde in 1969 von der Studierendenorganisation der Universität von Ljubljana gegründet. Es ist eines der ältesten nichtkommerziellen Radios in Europa und ist im Zuge der Studierendenproteste 1968 entstanden. Vid Bešter, Oliver und Bugi wurden von Tanja Brandmayr von der Stadtwerkstatt eingeladen, sich während des Events STWST84x11 zu vernetzen. Neben einem Austausch mit FRO, haben sie im Interview über die Entstehungsgeschichte erzählt. Auch wenn die Gründung durch Studierende erfolgte, ist Radio Študent kein Teil der Universität. Trotzdem ist ein Großteil der Sendungsmachenden jung und studentisch.

Ein großer Unterschied zu nichtkommerziellen Radios in Österreich ist der Arbeitsablauf bei Radio Študent. In Österreich ist es üblich, dass die freiwilligen Sendungsmachenden einen Kurs besuchen, bei dem sie alle wichtigen Basics des Radiomachens beigebracht bekommen. Wie funktioniert das Studio? Wie schneidet man Audio? Wie gestaltet man Sendungen? So können sie dann am Ende alleine ihre Sendungen on air bringen. Bei Radio Študent ist man nur für einen Bereich zuständig. Es gibt Techniker*innen, die bei Livesendungen Regie führen, es gibt Moderator*innen, die den Text vorlesen, der wiederum von Journalist*innen verfasst wurde.

Ein Vorteil in dieser Arbeitsteilung sehen Vid, Oliver und Bugi darin, dass es nicht so überwältigend sei, für alles verantwortlich sein zu müssen und man sich gut auf einen Arbeitsprozess konzentrieren könne. Es wird aber immer schwieriger, Personen längerfristig für das Radio zu finden. Vid glaubt, dass die steigenden Lebenserhaltungskosten dazu geführt hätten, dass Personen nach dem Studium Radio Študent verlassen, weil sie sich einen „richtigen“ Job suchen müssten. Die Diversität der Mitarbeitenden bezüglich Alter und anderer Faktoren würde auch zu wünschen übrig lassen.

Sie finden auf alle Fälle, dass sich eine Mitarbeit schon deswegen auszahlt, weil es viel zu lernen gibt und man eine wunderbare Community und Freund*innenschaften findet.

 

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