Stereotype Afrikabilder dekonstruieren

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Bei einem Talk im Rahmen der Ausstellung Wandala im OK Linz wurde über stereotype Afrikabilder diskutiert und wie allgemein im Westen über den Kontinent gesprochen werden sollte.

Die Gesprächsrunde hat am 10. Februar im OK Mediendeck in Linz stattgefunden. Anlass war die Ausstellung Wandala drama.dream.decolonized!, die ebenfalls im OK Linz noch bis zum 22. Februar zu sehen ist. In ihren Arbeiten setzen sich die Künstler*innen mit kolonialen Hinterlassenschaften, stereotypen Körperbildern und gesellschaftlichen Spannungen auseinander.

Im Talk wurde unter anderem angesprochen, was daran problematisch sein kann, wenn weiße Menschen afrikanische Kunst kuratieren, wem welche Räume überhaupt zur Verfügung stehen und wie man generell über Afrika sprechen sollte. Der Kurator der Ausstellung, Martin Wassermair war einer der Gäste der Diskussionsrunde. Ebenfalls am Podium waren die Afrikanistin Ariana Lello da Costa, Irené Hochauer-Kpoda vom Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation und die Kuratorin Maren Richter. Alfred Weidinger, wissenschaftlicher Leiter der Landeskultur GmbH, hat einleitende Worte gesprochen.

Die Teilnehmenden haben kritisiert, dass im Westen kaum über Afrika berichtet wird und wenn nur in einem negativen Kontext zu Krisen und Kriegen. Man höre keine Stimmen vom Kontinent selbst und auch die afrikanische Diaspora hätte wenig Möglichkeiten, ihre Anliegen einer breiten Masse vorzustellen. Das beginne schon bei finanziellen Förderungen. Hochauer-Kpoda gibt als Beispiel das Filmfestival Mini Fespaco de Vienne an, das sie veranstaltet hat. Das ist das einzige Filmfestival in ganz Europa, das von dem berühmten FESPACO (Panafrikanischen Film- und Fernsehfestival von Ouagadougou) hervorgeht und die offiziellen Filmselektionen in Wien gezeigt hat. Für dieses Filmfestival hat sie keinerlei Förderungen erhalten. Auf der anderen Seite bekommen weiße Menschen die Möglichkeit und den Ort, um über afrikanische Personen oder Kunst auszustellen.

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