Die Baugruppe Silberstreif besteht seit 2015. In diesen elf Jahren versuchte die Gruppe, ein Grundstück oder ein Objekt für gemeinsames Wohnen im Alter zu finden. Im Sommer 2026 ist es nun so weit. 31 Personen werden in das Haus Nr. 6 im Zentrum der neuen Wohnanlage Gnice an der Berchtesgadnerstraße ziehen. Insgesamt entstehen dort 17 Gebäude mit knapp 260 Wohneinheiten. Außerdem wird ein städtischer Kindergarten und eine Krabbelgruppe errichtet. Es gibt „betreutes Wohnen“ der Caritas und eine Arztordination. Auch der Weltladen Gneis übersiedelt in die neue Wohnanlage. Die Parkflächen sind in einer Tiefgarage untergebracht.
Das Haus Nr. 6 besteht im Erdgeschoß aus drei Wohnungen für Großfamilien und aus 27 Wohneinheiten auf vier Obergeschoßen für die Baugruppe. Diese sind zwischen 44 und 89 m² groß und bieten vier Paaren und 23 Singles Raum. Gemeinschaftlich werden eine große Wohnküche mit großzügiger Terrasse im Dachgeschoß sowie drei Räume im Keller genutzt. Jede Wohneinheit verfügt zusätzlich über ein eigenes Kellerabteil und einen eigenen Balkon. Rückzug ist also möglich.
Außerdem betreibt der Verein Silberstreif ein Lokal im Erdgeschoß, das zu einer guten Verankerung der Siedlung im Stadtteil beitragen soll.
👉 Zu Gast im Studio der Radiofabrik: Veronika Danzmayr-Steinbach und Michael Flemmich, Gründungsmitglieder der Baugruppe Silberstreif
👉 Themen: Geschichte der Baugruppe Silberstreif; wie man sich als Baugruppe organisiert; wie das Wohnprojekt aussieht; was es an Mehrwert bedeutet, im Alter gemeinsam zu wohnen.
Weitere Information zum Bauen und Wohnen in der Gruppe:
Baugruppe Silberstreif: https://silberstreif.live/
Baugruppe in Hallein: https://www.gut-ueberdacht.at
habiTAT-Prinzip: https://habitat.servus.at/
Weitere Information zur Wohnanlage:
Die gesamte Wohnanlage ist darauf ausgelegt, energieautark und unabhängig von fossilen Energieträgern betrieben werden zu können: durch die Kombination von Solaranlagen und Geothermie und durch thermische Bauteilaktivierung.
Durch Bauteilaktivierung der Decke kann das Gebäude im Winter grundtemperiert und im Sommer gekühlt werden. Außerdem gibt es eine Abwasserrückgewinnung für die gesamte Wohnanlage, bei der die Restenergie aus Abwassern wiederverwendet wird.
Das Salzburger Büro Strobl Architekten, das Wiener Architekturbüro Frötscher Lichtenwagner und das Zürcher Büro Harder Spreyermann sind für die Architektur der Wohnanlage verantwortlich. Die Landschaftsplanung stammt von Carla Lo.
👉 Wer mehr über Bauteilaktivierung und Abwasserrückgewinnung wissen möchte, empfehle ich meine Sendungen 2 und 9.











