Malvina Grück lebt seit 16 Jahren in Österreich. Eine ihrer Leidenschaften ist die Beschäftigung mit Sprachen. Über die kann sie trefflich reflektieren. Seit das Freie Radio Freistadt alljährlich den „Tag der Muttersprache“ begeht ist auch Malvina dabei. Dieses mal hat sie und ein Lied mitgebracht. Bevor dieses aber zu hören ist, reflektiert Malvina über ihren Umgang mit Mehrsprachigkeit. Die weit verbreitete Vorstellung, dass man auf seine Erstsprache zurück greift wenn es emotional wird, relativiert sie. Ihrer Erfahrung nach ist die Wahl der Sprache stärker vom Kontext abhängig. Man wählt die Sprache, die im jeweiligen Zusammenhang die dominante Sprache ist. Ist etwa die Sprache am Arbeitsplatz Englisch, so tendiert man auch zum Englischen wenn man nach Feierabend über die Arbeit spricht. Spricht man mit dem Liebsten für gewöhnlich deutsch, so flüstert man ihm auch Zärtlichkeiten auf Deutsch ins Ohr.
Im Polnischen – Malvinas Erstsprache – heißt die Muttersprache allerdings „jezyk ojczysty“. Vatersprache.











