Im Zwölf Schritte Programm der Selbsthilfegruppe für Angehörige und Freunde von AlkoholikerInnen teilen Susanne, Sofia und Johannes im März ihre Gedanken und Erfahrungen zum Thema „Enttäuschungen“.
Es gab Tage, an denen viele von uns glaubten, dass die guten Zeiten nie wieder kämen. Nach so vielen Enttäuschungen schien es qualvoll, weiter zu hoffen. Wir verschlossen unsere Herzen und unseren Geist vor unseren Träumen und verloren die Hoffnung, Glück zu finden. Wir waren nicht glücklich, aber wenigstens würden wir nie mehr enttäuscht werden.
Liebevoll, hoffnungsvoll, voller Wünsche sein – dies sind Risiken.
Aber wenn wir genesen von den Auswirkungen des Alkoholismus, werden wir entdecken, dass es sich lohnt, die Risiken einzugehen. Mit der Zeit ist es nicht genug, einfach der Enttäuschung aus dem Weg zu gehen; wir wollen mehr. Wir wollen ein reiches, erfülltes, anregendes Leben mit Freude wie mit Sorgen. Wenn wir bereit sind, zu glauben, dass es in unserem Leben Raum für Freude gibt, kann das Heute sehr verlockend sein, aber erst wenn wir in unserem Herzen Platz schaffen für gute Zeiten, können wir sie erkennen, wenn sie uns erreichen.
Niemand ist immerzu glücklich, aber jeder von uns ist in der Lage, sich gut zu fühlen. Wir verdienen es, dass wir uns erlauben, jedes bisschen Freude zu erleben, das das Leben bietet.



