Vielen Menschen, die sich aufmerksam durch die Stadt bewegen, haben vielleicht schon mal bemerkt, dass einem in bestimmten Vierteln und Straßen wenig bis keine Schwarze Menschen oder People of Colour begegnen. Das ist kein Zufall, sondern ein Ergebnis von einem rassistischen Wohnungsmarkt in Zeiten starker Wohnungsknappheit.
Für alle ist es momentan schwer, an eine Mietwohnung in einer Großstadt zu kommen. Doch für rassifizierte Menschen und Migrant:innen ist der Zugang zum Wohnungsmarkt noch schwerer. Deshalb geraten sie häufiger in prekären Wohnverhältnissen mit schlechten Mietverträgen, höherer Umweltbelastung und mangelhafter Infrastruktur. Das bestätigt auch eine Studie des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors (nadira), die im Dezember 2025 veröffentlicht wurde. Die Studie liefert erstmalig eine umfassende Analyse des rassistischen Wohn- und Mietmarktes in Deutschland.
Während die Politik aber weitestgehend nichts gegen diese Ungleichheit unternimmt, gibt es in Leipzig eine zivilgesellschaftliche Initiaitve, die sich bereits seit zehn Jahren in dem Bereich engagiert. Die Rede ist von der Kontaktstelle Wohnen in Leipzig, die Beratung für Menschen auf Wohnungssuche anbietet. Ihre Klient:innen sind vor allem Geflüchtete, die aus Sammelunterkünften in eine eigene Wohnung ziehen wollen oder Frauen, die nach einem Aufenthalt im Frauenhaus ein eigenes zu Hause suchen.
Wie sich Rassismus auf dem Wohnungsmarkt konkret äußert und wie eine Leipziger Initiative versucht einen Ausgleich für die Betroffenen zu schaffen. Mit Stimmen von Mine Hänel, Mitarbeiterin bei der Kontaktstelle-Wohnen, und Klara Podowik, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim nadira.
https://www.rassismusmonitor.de/publikationen/wohnenbericht/
https://www.kontaktstelle-wohnen.de/
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